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  • Griechen blicken gespannt nach Brüssel

    Athen (dpa). Das finanziell schwer angeschlagene und von einem großen Staatsdefizit geplagte Griechenland blickt am Tag des EU-Sondergipfels mit Spannung nach Brüssel.

    Ministerpräsident Giorgos Papandreou habe vorbereitend den ganzen Mittwoch mit seinen französischen und deutschen Amtskollegen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy über mögliche EU-Hilfen für sein Land verhandelt, schrieb die Tageszeitung «Nea». Er habe ihnen versprochen, seine Regierung werde «Wort für Wort» das angekündigte Sparprogramm einhalten.

    «Europäische Ärzte für den griechischen Kranken», titelte die linksliberale Athener Zeitung «Eleftherotypia». Egal welche Form das EU-Rettungsprogramm haben werde: Es gelte als sicher, dass ein «Statthalter» der EU in Athen prüfen werden, was die Griechen damit machen. Als möglicher Kandidat sei der heutige Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Lukas Papadimos, ein Grieche.

    Als Grund für die Reaktion der EU sehen die Griechen nicht nur ihre eigene Misswirtschaft sondern auch, dass große Teile der rund 300 Milliarden Euro der griechischen Kredite in den Händen deutscher und französischer Kreditinstitute seien. Zudem würde ein Bankrott Griechenlands sofort einen Dominoeffekt auslösen, der auch andere Euroland-Mitglieder mit sich reißen könnte, hieß es in der griechischen Presse.

    Der griechische Vize-Ministerpräsident Theodoros Pangalos erklärte unterdessen, dass die Griechen alleine mit ihrem Problem fertig werden müssten. «Wir haben dieses Glas mit Inhalt bitteren Geschmacks gefüllt. Jetzt müssen wir es Schluck für Schluck austrinken», sagte er im griechischen Radio.

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