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  • Funktion und Risiken der «Nackt-Scanner»

    Hamburg (dpa). Sogenannte Nackt-Scanner durchleuchten Fluggäste praktisch bis auf die Haut. Mittels Terahertz-Strahlen werden auch unter der Kleidung versteckte Waffen und Sprengstoffe sichtbar.

    Was sind Terahertz-Strahlen?

    Das sind elektromagnetische Wellen, die erst seit wenigen Jahren nachweisbar sind. Sie liegen im Strahlungsspektrum zwischen Infrarot- und Mikrowellenstrahlung, also im Wellenlängenbereich von 1 bis 10 Terahertz. Ein Terahertz ist eine Billion Schwingungen pro Sekunde.

    Wie funktionieren Körper-Scanner?

    Es gibt ein passives und ein aktives Verfahren: Der passive Körper-Scan erfasst lediglich die natürliche Terahertz-Strahlung des Körpers, die Teil der menschlichen Wärmestrahlung ist. Auf dem schemenhaften Bild werden Gegenstände unter der Kleidung als Schatten erkennbar. Bei der aktiven Methode wird der Körper mit Terahertz-Wellen bestrahlt und aus deren Rückstreuung ein detailliertes Bild errechnet. Das Gerät zeigt ein dreidimensionales Bild, auf dem Figur und am Körper getragene Gegenstände deutlich sichtbar sind. Eine Spektralanalyse könnte deren Beschaffenheit ermitteln. Einige Körper-Scanner, etwa in USA, nutzen zudem Röntgenstrahlen, die ein noch genaueres Bildergebnis liefern.

    Besteht ein Gesundheitsrisiko?

    Da Terahertz-Strahlen bislang unzureichend auf gesundheitliche Risiken erforscht seien, empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz vorläufig den Einsatz von passiven Systemen. Allerdings gilt die aktive Methode weitläufig als ungefährlich, da die Strahlen nur wenige Millimeter in den Körper eindringen und tiefer liegende Organe nicht erreichen. Anders als Röntgenstrahlen können Terahertz-Strahlen keine Moleküle ionisieren und verursachen keine Zellschäden. Den Einsatz von Röntgenstrahlen lehnt das Bundesamt für Strahlenschutz ab.

    Wo werden Körper-Scanner eingesetzt?

    Auf dem Londoner Flughafen Gatwick wurden Körper-Scanner bereits vor sieben Jahren getestet. In Moskau sind die Geräte seit 2007 regulär im Einsatz. Bei Testläufen auf dem Amsterdamer Airport steht Passagieren ein Körper-Scan derzeit offen. Weitere Geräte stehen auch in Israel, Australien, in der Schweiz und in den USA. In Deutschland wird der Körper-Scanner bisher nicht verwendet. Seit Ende 2008 untersucht die Bundespolizei die Technologie auf Einsatztauglichkeit im Labor; Ergebnisse sind erst für 2010 angekündigt.

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