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  • Analyse: Lage im Nordosten wird nur langsam besser

    Anklam/Stralsund (dpa) - Nach dem Abzug von Sturmtief «Daisy» hat am Montag in Mecklenburg-Vorpommern das große Aufräumen begonnen.

    In der besonders betroffenen Region Ostvorpommern wühlten sich im Schneckentempo zwei Schneefräsen zwischen Gützkow und Greifswald über die A 20 durch bis zu vier Meter hohe Verwehungen. «Wir wissen kaum noch, wohin mit dem Schnee», beschreibt Bernhard Bäumer von der Autobahnmeisterei in Süderholz eines der Probleme.

    20 Stunden Dauereinsatz liegen zu diesem Zeitpunkt hinter Bäumer. Am Montagmittag übergab er die Schicht an einen Kollegen, um «für eine Mütze Schlaf» nach Hause zu fahren. Viele Mitarbeiter in der Autobahnmeisterei haben wie Bäumer an diesem Wochenende eine lange Sonderschicht geschoben. «Das ist unser Job.»

    Einige kleinere Ortschaften im Norden der Insel Rügen und im Bereich Anklam waren auch zu Wochenbeginn nicht erreichbar. Unterdessen konnte am Sonntagabend auf der A 20 - nach 17 Stunden - der letzte eingeschneite Pkw seine Fahrt fortsetzen. Die Autobahn Richtung Lübeck könne angesichts der meterhohen Verwehungen voraussichtlich nicht vor Montagabend freigegeben werden, hieß es.

    Sorgen machte den Einsatzkräften am Montag der andauernde Schneefall. Leise, aber kontinuierlich rieselte das Weiß auf gerade freigeschobene Straßen. Die Lage entspannte sich nur langsam. Auf den Bundesstraßen in Vorpommern haben sich teilweise tiefe Schneespuren gebildet. Auf der B 109 bei Moeckowberg stellte sich ein Lastwagen quer. Auf der Insel Usedom musste ein Abschnitt der Bundesstraße 110 gesperrt werden. Dort hatten sich mehrere Fahrzeuge festgefahren.

    «Wir haben eine außergewöhnliche Situation», sagte der Sprecher des Krisenstabes, Christoph Krohn. Der Katastrophenalarm in Landkreis Ostvorpommern war am späten Sonntagabend jedoch aufgehoben worden. Am Montag bemühten sich die mehr als 100 Einsatzkräfte, die Kreisstraßen vom Schnee zu befreien. Ob die Verkehrsbetriebe am Dienstag wieder Schulbusse fahren lassen können, war ungewiss.

    Zwei Züge der Usedomer Bäderbahn und ein Regionalzug der Deutschen Bahn steckten am Montag noch immer in teilweise meterhohen Schneewehen fest. Für das Freischaufeln der Züge, die auf dem Festland bei Züssow und Miltzow steckengeblieben waren, seien jeweils 80 bis 100 Leute erforderlich, sagte der Eisenbahnbetriebsleiter Michael Mißlitz. Die Arbeiten könnten erst aufgenommen werden, wenn die Strecken wieder eingleisig befahrbar seien und Reparaturwagen bis zu den eingeschneiten Triebwagen vordringen könnten. Mißlitz ging davon aus, dass der Bahnverkehr frühestens am Mittwoch wieder in vollem Umfang möglich sein wird.

    Der Wetterdienst Meteomedia gab unterdessen Entwarnung: Trotz des leichten Schneefalls, der am Montag Mecklenburg-Vorpommern überzog, werde sich die Situation nicht weiter dramatisieren, sagte Meteorologin Juliane Pestel. Der Wind schwäche sich weiter ab. Direkt an der Küste ging der Schnee in Schneeregen über. Dadurch bestand Glättegefahr auf den Straßen.

    Einige Menschen in Vorpommern hat inzwischen das Langlauf-Fieber erfasst. Erste Sportgeschäfte meldeten bereits Engpässe bei Langlauf- Ausrüstungen.

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