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  • Amnesty-Filmpreis für irakischen Regisseur

    Berlin (dpa). Wenige Stunden vor der Verleihung der Berlinale-Bären haben die unabhängigen Jurys am Samstag ihre Preisträger verkündet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnete in diesem Jahr erstmals zwei Produktionen aus.

    Ein Preis ging an «Son of Babylon» des irakischen Regisseurs Mohamed Al-Daradji. Schauspielerin Barbara Sukowa sagte in ihrer Laudatio, der Film sei trotz der tragischen Umstände humorvoll und gebe Hoffnung auf Versöhnung.

    Die zweite Amnesty-International-Auszeichnung bekam «Waste Land» der englischen Filmemacherin Lucy Walker. In der Begründung der Jury hieß es, der Film fordere Vorurteile über Menschen am Rande der Gesellschaft heraus. Der Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ging an den deutschen Wettbewerbsfilm «Shahada» von Burhan Qurbani über drei junge Muslime in Berlin, die in eine Glaubenskrise geraten.

    Die Jury Dialogue en perspective ehrte «Lebendkontrolle» von Florian Schewe als kraftvoll und bewegend. Lobend erwähnt wurde die Dokumentation «Portraits deutscher Alkoholiker» von Carolin Schmitz. Die Ökumenische Jury zeichnete «Honig» von Semih Kaplanoglu (Türkei) aus, der im Berlinale-Wettbewerb läuft. Der Film über die Menschen im ländlichen Anatolien zeige eindrucksvoll das spirituelle Wachstum der jungen Hauptfigur. Außerdem wurden der tschechische Film «Kawasaki's Rose» von Jan Hrebejk aus der Reihe Panorama sowie «Still Alive in Gaza» des Schweizers Nicolas Wadimoff aus der Sektion Forum geehrt.

    Hrebejks Film bekam von der Panorama-Jury außerdem den Preis der C.I.C.A.E. Die Forums-Jury prämierte «Winter's Bone» von Debra Granik. Den NETPAC-Preis bekam der taiwanesische Film «Au revoir Taipei» von Arvin Chan. Mit dem Femina-Film-Preis wurde Reinhild Blaschke für das Szenenbild «Im Schatten» von Thomas Arslan ausgezeichnet.

    Der Leserpreis der «Berliner Morgenpost» wurde an Hans Petter Molands norwegische schwarzhumorige Tragikomödie «En ganske snill mann» (A Somewhat Gentle Man) verliehen, die im Wettbewerb um die Bären läuft. Die «Tagesspiegel»-Leser sprachen Debra Graniks «Winter's Bone» ihre Gunst aus.

    «Familie war das Thema der 60. Berlinale», sagte Festivaldirektor Dieter Kosslick. Obwohl die meisten der gezeigten Familien nicht intakt seien, hätten sie die Kraft, ihre Mitglieder zusammenzuführen. Am Samstagabend sollten der Goldene und die Silbernen Bären verliehen werden. Die 60. Berlinale endet am Sonntag mit einem Kinotag, an dem noch einmal ausgewählte Produktionen gezeigt werden.

    Internet: http://dpaq.de/berlinale2010

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