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    Strom aus Erdnussschalen für Dorf in Senegal

    Mainz/Senegal/Berlin - Es ist kaum bekannt, aber die Mainzer Stadtwerke AG ist mit ihrer Stiftung "Energie für Afrika" unter anderem im westafrikanischen Senegal aktiv. Jetzt wurde sie dafür ausgezeichnet: Für den Aufbau einer profitablen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien in der ländlichen Gemeinde Kalom gab es einen Sonderpreis im Rahmen des "Innovationspreis Public Private Partnerships 2012".

    Strippenziehen in der Gemeinde Kalom: Dank der Mainzer Stadtwerke hat das westafrikanische Dorf Bio-Strom.
    Strippenziehen in der Gemeinde Kalom: Dank der Mainzer Stadtwerke hat das westafrikanische Dorf Bio-Strom.

    Die Stadtwerke AG teilen sich den Preis mit der Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG). Die Auszeichnung, die der Bundesverband Public Private Partnerships (PPP) bereits zum siebten Mal gemeinsam mit dem "Behörden Spiegel" auslobte, wurde gestern in Berlin verliehen.

    Umsetzungspartner vor Ort war die Novis GmbH aus Tübingen, die auf Stromerzeugung aus Biomasse spezialisiert ist. Als Energiequelle dienen hauptsächlich Erdnussschalen und Hirsestängel. Den wesentlichen Bedarf deckt das "Dorfwerk" über Ankauf bei lokalen Kleinbauern, die auf diese Weise ein sicheres Einkommen erhalten, der Rest kann von einem größeren Erdnussölproduzenten bezogen werden. Der in dem Kraftwerk erzeugte Strom wird t über ein so genanntes Inselnetz verteilt. Abgelegenere Haushalte können über Kleinstsolarsysteme zwei bis drei elektrische Lampen und ein weiteres Gerät betreiben. Für den Betrieb größerer Elektrogeräte kann im Kernort eine Ladestation genutzt werden, die Batterien vermietet und auflädt.

    Die Stadtwerke-Stiftung Energie für Afrika finanzierte das Projekt, die DEG beteiligte sich mit 200 000 EUR aus Mitteln des develoPPP.de-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). "Wir freuen uns, dass die innovative Lösung für die Stromversorgung ländlicher Gebiete mittels Biomasse und unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung diese Anerkennung findet", sagte Manuela Marques, Bereichsleiterin der DEG, bei der Preisverleihung.

    "Das Projekt soll modellhaft zeigen, wie in einer ländlichen Gemeinde im Senegal ein funktionierendes ,Dorfwerk´ nach dem Vorbild eines deutschen Stadtwerks etabliert werden kann", erläutert Detlev Höhne, kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Mainz AG. ren

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