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    MainzSchöner Plan, aber kein Geld

    Die grüne Wiese im Osten des Martin-Luther-King-Parks bleibt nicht nur von der Bebauung mit neuen Häusern verschont. Vielmehr entsteht hier sogar eine aufgewertete Grünanlage.

    Mainz - Die grüne Wiese im Osten des Martin-Luther-King-Parks bleibt nicht nur von der Bebauung mit neuen Häusern verschont.

    Vielmehr entsteht hier sogar eine aufgewertete Grünanlage, auf der Bewohner jeden Alters ihre Freizeit mit Sport und Spiel, womöglich sogar auf einem neuen Spielplatz, oder auch ganz geruhsam auf Sitzgruppen unter Bäumen verbringen können. Und die Grünachse Fritz-Bockius-Straße wird verlängert, so dass die Baumallee direkt in das 7000 Quadratmeter große Erholungsgebiet im Osten des Viertels übergeht. So weit der Plan, den Grünamt und Baudezernentin Marianne Grosse im jüngsten Arbeitsgruppentreffen mit Anwohnern des Martin-Luther-King-Parks vorstellten. Allein, ob und wann solche Ideen der Grüngestaltung angesichts leerer Stadt- und Wohnbausäckel auch verwirklicht werden, ist ungewiss, wie Grosse einräumte .

    Doch auch inhaltlich sind nicht alle Uneinigkeiten zwischen Planern und Bürgern ausgeräumt: Das Grün der Fritz-Bockius-Straße etwa wäre nach Einschätzung vieler Anwohner durch die beiden dort geplanten Torhäuser durchbrochen - die Weiterführung einer "grünen Achse" zur Wiese im Osten mit diesen Neubauten also gar nicht mehr möglich. In einer neuerlichen Unterschriftenliste für Grosse hatten 235 Menschen ihrem Nein zu den Torhäusern Ausdruck verliehen.

    Eine andere Idee für eine neue Grünfläche scheint wieder vom Tisch: Dem Vorschlag aus dem Ortsbeirat, am Cavalier Prinz Holstein, wo derzeit noch Abteilungen des Grünamts untergebracht sind, einen neuen Spielplatz zu errichten, stehen ökologische Gründe und Argumente des Denkmalschutzes entgegen.

    Das Arbeitsgruppentreffen vergangene Woche war das wohl letzte von insgesamt dreien, bei denen sich Stadt, Verwaltung und Bewohner über die geplante Bebauung, den zusätzlich zu erwartenden Verkehr und die Grüngestaltung im Zuge einer Nachverdichtung im Martin-Luther-King-Park austauschten. Denn angesichts 400 neu geplanter Wohnungen fürchten viele Bewohner einen Verlust der Lebensqualität in dem Gebiet, in dem derzeit in 700 Wohnungen rund 2000 Menschen leben.

    Nun wollen die Anwohnervertretungen, der Martin-Luther-King-Park-Verein mit rund 180 und die Interessengemeinschaft "Wohnen im Park" mit knapp 100 Mitgliedern, zu den drei besprochenen Themen schriftliche Stellungnahmen verfassen. Diese sollen an Baudezernat wie die baupolitischen Sprecher aller Stadtratsfraktionen übergeben werden, bevor am 25. Mai der Bauausschuss über das Thema berät. Noch vor den Sommerferien soll dann der Weg geebnet sein für ein Konzept, das nach Bürgerbeteiligung und Offenlage im Sommer 2012 in einem neuen Bebauungsplan münden soll. Brigitte Specht

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