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    MainzPark+Ride gegen Parkplatznot: Stadt und Vororte im Streit

    Durch die Einführung von Park+Ride-Parkplätzen würde man in einigen Vororten gerne die teilweise prekäre Parksituation entschärfen. Doch der Vorschlag trifft nur auf wenig Gegenliebe.

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    Die zugeparkten Seitenstraßen der Breiten Straße.
    Foto: Jochen Dietz

    Mainz - Durch die Einführung von Park+Ride-Parkplätzen würde man in einigen Vororten gerne die teilweise prekäre Parksituation entschärfen. Doch der Vorschlag trifft nur auf wenig Gegenliebe.

    Park+Ride ist Schnee von gestern. Es entspreche einer Verkehrsplanung von vor 15 Jahren, die von Stadt und Land seit Jahren nicht mehr verfolgt oder gar gefördert werde, heißt es aus dem Rathaus. Aber Bedarf gibt es. Wenn nicht im Großen, so doch im Lokalen.

    Vom Individualverkehr entlasten

    Anlass: Die Gonsenheimer CDU schlägt vor, sogar "nur" einen Stadtteil durch Park+Ride-Plätze vom Individualverkehr zu entlasten. Gonsenheim hat immerhin 24.000 Einwohner, und es werden mehr. Es geht um die Breite Straße als Hauptgeschäftsstraße und ihre zugeparkten Nebenstraßen. So könnte man etwa die Flächen unter der Autobahnbrücke zwischen Gonsenheim Finthen, als P+R-Flächen umgestalten, überlegt die CDU. 

    Die Idee, Pendler vor den Toren der Stadt "abzufangen", sei inzwischen völlig überholt, erklärt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr. "Eine Idee von vorgestern." Bei den Verkehrsplanern ist man deshalb zurückhaltend. Erklärte Philosophie sei auf Landes- wie auf Kommunalebene sei es inzwischen, Pendler bereits an ihren "Quellen", ihren Herkunftsorten in öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen.

    P+R-Plätze seien nie angenommen worden

    Das bestätigt Joachim Winkler, Sprecher des Mainzer Innenministeriums. Für lokale Park+Ride-Anlagen sei die jeweilige Kommune zuständig. "Wir als Land fördern das seit Jahren nicht mehr." Keiner, der etwa mit dem Auto aus Bingen oder Bad Kreuznach täglich nach Mainz pendele, stelle es an der Autobahnabfahrt, an der Saarstraße oder sonstwo ab, um für die letzten drei, vier, fünf Kilometer in einen Bus zu steigen. Derlei Plätze seien nie so angenommen worden wie man es sich versprochen hatte.

    Umso mehr dagegen seien dies die Plätze im weiteren Umland. Beispiel: Der P+R-Platz Gensingen-Horrweiler zwischen Ingelheim und Bad Kreuznach: Der ist täglich voll. Dennoch schließe man in der Mainzer Verwaltung nicht aus, dass es "im Einzelfall" bei Bedarf auch wieder P+R-Plätze unmittelbar vor den Toren der Stadt geben könne.

    Es gibt Bedarf und Ideen

    In einigen Stadtteilen sieht man das anders. Immer wieder gibt es Vorstöße, etwa in Zusammenhang mit der geplanten Mainzelbahn auf den Lerchenberg. Wenn sie eines Tages fährt, könnten Pendler aus dem Rheinhessischen in Lerchenberg parken und mit der Tram ins Zentrum fahren. Bereits Mitte 2010 hatte die Stadtratsfraktion ÖDP/Freie Wähler beantragt, die Einrichtung "sinnvoller Park-and-Ride-Anlagen zu prüfen", was auch mehrheitlich angenommen wurde. Auch aus Weisenau oder Finthen gibt es Bedarf und entsprechende Ideen.

    Bei der Mainzer Verkehrsgesellschaft als Anbieterin öffentlichen Personennahverkehrs sieht man das aus wohlwollender Distanz. Sprecher Michael Theurer: "Wir begrüßen alles, was die Menschen vom Auto in Busse und Bahnen bringt." Doch zuständig sei man nicht. Jochen Dietz

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