40.000
  • Startseite
  • » Ortsverwaltung kann Sparpaket überleben
  • Aus unserem Archiv

    MainzOrtsverwaltung kann Sparpaket überleben

    Das Sparpakt sieht eine Schließung der 15 Mainzer Ortsverwaltungen aus Kostengründen vor. Nun haben die Ortsvorsteher eine eigene Vorschlagsliste erarbeitet, durch die sich die Schließung eben doch umgehen lassen könnte.

    Doe Ortsverwaltung Hechtsheim ist eine von 15 Ortsverwaltungen, die nach den Vorschlägen der Ortsvorsteher nun doch erhalten bleiben könnten.
    Doe Ortsverwaltung Hechtsheim ist eine von 15 Ortsverwaltungen, die nach den Vorschlägen der Ortsvorsteher nun doch erhalten bleiben könnten.
    Foto: Bernd Eßling

    Mainz - Die 15 Ortsvorsteher der Mainzer Stadtteile waren so schockiert von den Sparplänen der Ampelkoalition bei den Ortsverwaltungen(wir berichteten), dass sie nun eigene Sparvorschläge vorlegen. Demnach müssen weder die Ortsverwaltungen Altstadt, Neustadt und HaMü geschlossen, noch die Öffnungszeiten aller anderen um die Hälfte verringert werden. Sparen lasse sich an anderer Stelle, so die Ortschefs nach dreiwöchigen gemeinsamen Beratungen: Indem man etwa die örtlichen Mitarbeiterinnen nur bei Engpässen ins Bürgeramt an der Kaiserstraße setze, indem Räume einer Ortsverwaltung, die etwa von Vereinen oder Polizei genutzt werden kostenpflichtig werden, indem die Volkshochschule für die Buchung ihrer Kurse durch Ortsverwaltungen zahlt, indem man auf Geldgeschenke für Jubilare verzichtet. Auch die Auflagenzahlen von Flyern, Broschüren die sich in den Ortsverwaltungen stapeln, um nach Ablauf vernichtet zu werden, müsse kritisch geprüft werden. Ebenso die Verteiler für Post und Infobriefe: Viele Mitarbeiter bekämen dieselbe Post von verschiedenen städtischen Stellen.

    Doch die Ortsvorsteher sehen auch Einsparpotenziale außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs: Keine Delegationsreisen mehr ohne zwingenden dienstlichen Grund für Oberbürgermeister, Bürgermeister oder Dezernenten. Fraglich sei auch, warum diverse Vorzimmer bei der Stadt mit zwei Sekretärinnen besetzt sein müssten. Ebenso müssten alte Beschlüsse überprüft werden, etwa der von 1999, für 1,8 Millionen Euro eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Saarstraße zu bauen. Mit all diesen Maßnahmen ließen sich im kommenden Jahr bereits 41000 Euro einsparen, 2013 82 000 Euro und ab 2014 jährlich 124 000 Euro einsparen plus der Brücken-Millionen

    Altstadt-Ortsvorsteherin Ulla Brede-Hoffmann: "Die Verwaltung war einsichtig und hat unsere Vorschläge als praktikabel angesehen." Was die Ortsvorsteher an Einsparsummen vorlegen, sei zudem konkreter, als das, was die Koalition selbst vorlegte. "Hätte man uns gleich gefragt, wären der ganze Streit und die Unsicherheit unter den Mitarbeitern gar nicht aufgekommen. Meine Kollegen kennen doch alle ihr Geschäft."

    In der Pressemitteilung der Ortsvorsteher vom Freitag heißt es: "Wir freuen uns über den Erhalt aller 15 Ortsverwaltungen im bisherigen Umfang." Man stelle "mit großer Erleichterung" fest, dass die von Ortsvorstehern erarbeiteten Alternativvorschläge von der Verwaltung akzeptiert wurden damit die für den Entschuldungsfonds so wichtigen Einsparungen erwirtschaftet werden können.

    Stadtsprecher Markus Biagioni verweist auf die Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch. "Wir können nur sagen, was geht und was nicht."

    Die Koalition signalisiert bereits Zustimmung: "Wir begrüßen die Sparvorschläge der Ortsvorsteher ausdrücklich und werden am Mittwoch das Gesamtpaket zum Entschuldungsfonds beschließen", hieß es am Freitag.

    Von unserem Redakteur Jochen Dietz

    Mainz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Wetter in Mainz und Region
    Donnerstag

    18°C - 28°C
    Freitag

    13°C - 26°C
    Samstag

    13°C - 22°C
    Sonntag

    13°C - 22°C
    Sporttabellen
    Radball

    Alle Sportarten, alle Ligen, alle Plätze im Überblick

    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach