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    MainzMinutenlanger Applaus für Catherine Rückwardt

    Mit einem fulminanten 9. Sinfoniekonzert verabschiedet sich Catherine Rückwardt aus Mainz: Mit minutenlangen stehenden Ovationen dankte das Mainzer Publikum der Generelmusikdirektorin.

    Mit Brahms 4. Sinfonie schließt sich der Kreis: Catherine Rückwardt gab ihr letztes Konzert.
Foto: Bettina Müller
    Mit Brahms 4. Sinfonie schließt sich der Kreis: Catherine Rückwardt gab ihr letztes Konzert.
    Foto: Bettina Müller

    Mainz - Nach zehn Jahren schließt sich für Catherine Rückwardt der Kreis: Wie bei ihrem Antrittskonzert als Generalmusikdirektorin des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz im September 2001 stand auch bei ihrem Abschiedskonzert die 4. Sinfonie von Johannes Brahms auf dem Programm.

    Neuartige Klänge ganz vertraut

    Mit der Begleitmusik zu einer Lichtspielszene von Arnold Schönberg und dem 1. Violinkonzert von Nikolai Roslawez waren zudem zwei Komponisten im Programm, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf die Suche nach neuen Organisationsstrukturen des Tonmaterials begeben haben. Schönberg setzte hierfür auf seine Zwölftontechnik, bei der alle zwölf Töne gleichberechtigt sind, Roslawez auf die Methode der Synthetakkorde, bei der ein aus sechs Tönen bestehender Akkord jedem Stück zu Grunde liegt.

    Mit weichen ausladenden Bewegungen gelang es Catherine Rückwardt bei beiden Werken einen großen musikalischen Bogen zu spannen, sodass die neuartigen Klänge eigentlich fast vertraut wirkten. An einigen Stellen wären etwas deutlichere Impulse sicher hilfreich gewesen, um die Einsätze präziser zu erhalten. Neben guter Phrasengestaltung gelang es dem Philharmonischen Staatsorchester auch die einzelnen Stimmen schön herauszuarbeiten. Besonders beim Violinkonzert von Roslawez zeigte das extrem groß besetzte Orchester so wunderbar die kammermusikalische Seite des Werks auf.

    Als Solistin konnte die Isländerin Judith Ingolfsson an der Geige überzeugen. Mühelos meisterte sie die ungewöhnlichen Melodien und Doppelgriffe. Besonders ihr klarer Ton - auch in technisch anspruchsvollen Passagen - war ein echter Genuss.

    Wie aus dem Nichts ließen die Streicher dann im zweiten Teil mit vollem Klang die einleitende Terzmelodie von Brahms 4. Sinfonie erklingen. Schade, dass die sonst so überzeugenden Bläser ausgerechnet im wunderschönen Bläserbeginn des zweiten Satzes mit Intonationsproblemen, besonders in den Klarinetten, zu kämpfen hatten. Gerade im vierten Satz zeigte das Orchester dann all seine Stärken: warmer Streicherklang und ein volltöniger Bläsersatz, dabei aber immer so durchsichtig, dass man die dichten Strukturen des Satzes deutlich erkennen konnte.

    Minutenlanger Applaus

    Sicherlich nicht nur für ein sehr gelungenes Abschiedskonzert, sondern vor allem für die hervorragende künstlerische Arbeit, die sie in den letzten zehn Jahren in Mainz geleistet hat, erhielt Catherine Rückwardt minutenlang stehende Ovationen. Schade, dass danach mit insgesamt einer halben Stunde Danksagungen dem Protokoll entsprochen und so dem Moment seine Besonderheit genommen wurde. Tobias Jung

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