40.000
  • Startseite
  • » Medienhaus kommt: Muss Haus Mainusch gehen?
  • Aus unserem Archiv

    MainzMedienhaus kommt: Muss Haus Mainusch gehen?

    Im Herbst kommenden Jahres sollen die Umbauarbeiten am Studentenwohnheim Inter 1 beginnen. Was das genau für das Haus Mainusch bedeutet, ist noch nicht ganz klar.

    Das Haus Mainusch. Aus dem Wohnheim Inter 1 (dahinter) wird der Bürotrakt des Medienhauses. Foto: Bernd Eßling
    Das Haus Mainusch. Aus dem Wohnheim Inter 1 (dahinter) wird der Bürotrakt des Medienhauses.
    Foto: Bernd Eßling

    Mainz - Im Herbst kommenden Jahres sollen die Umbauarbeiten am Studentenwohnheim Inter 1 auf dem Uni-Campus (Wittlichweg 45) beginnen.

    Das Wohnheim soll der Bürotrakt eines neuen Medienhauses auf dem Campus werden. Das teilt die Abteilung Immobilien der Universität auf MRZ-Anfrage mit. Der Neubau eines hochmodernen Technikhauses mit Schnitträumen, Hörfunk- und Filmstudios wird folgen. Hier soll künftig die akademische Medienausbildung von Fachhochschule und Universität gebündelt werden. Sind die Gebäude fertig, wird das Medienhaus an der Wallstraße, wo derzeit die Filmwissenschaft der Uni und Teile der FH untergebracht sind, aufgegeben.

    Mit dem Umfunktionierung des Inter 1 gehen 196 Wohnheimplätze verloren. Die Verträge mit den jetzigen Bewohnern sind allerdings so abgeschlossen worden, dass man im Oktober nächsten Jahres das Haus problemlos räumen könne, sagt Matthias Griem, Geschäftsführer des Studentewerks.

    Am Ersatz für die wegfallenden Wohnheimplätze wird derzeit auf Hochtouren gebaut: Bereits im Oktober, vielleicht sogar schon im September, ist der erste Teil des neuen Wohnheims am Goßlerweg, gegenüber der Kunstakademie, bezugsfertig (158 Plätze). Im nächsten Jahr wird dort das zweite Gebäude eröffnet, außerdem entstehen am Kisselberg derzeit neue Wohnheime mit knapp 800 Plätzen - bezugsfertig ebenfalls im kommenden Jahr.

    Das geplante Technikhaus soll voraussichtlich auf dem Gelände des alten Bauwagenplatzes hinter dem Haus Mainusch entstehen, erklärt Konrad Eckart, Leiter der Uni-Abteilung Immobilien. Derzeit leben hier noch rund 15 Leute in Bauwagen. Der Rest des Platzes ist vor einigen Jahren bereits an den Dalheimer Weg verlegt worden. Dahin sollen voraussichtlich auch die Bauwagen vom Haus Mainusch folgen.

    Die Zukunft des Haus Mainusch ist ungewiss. Die Unileitung hat dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA), der dem Verein Haus Mainusch das Gebäude zur Verfügung stellt, zum Dezember diesen Jahres gekündigt. Wann und ob das Gebäude abgerissen wird, ist noch unklar und hängt von den Planungen des neuen Technikbaus ab. Planungen beginnen aber frühstens Ende 2013, vermutlich erst später. Konrad Eckart: "Möglicherweise kann das Gebäude, in dem Haus Mainusch untergebracht ist, noch einige Jahre stehen bleiben. Es ist aber fraglich, ob man dann neben einer zwei bis drei Jahre andauernden Baustelle noch ein Kommunikationszentrum betreiben kann."

    Die Haus Mainusch-Leute sind schon seit einiger Zeit alarmiert. Am Zaun des unabhängigen Kommunikationszentrums hängen Plakate mit der Aufschrift "Selbstorganisierte Freiräume verteidigen", "Haus Mainusch muss bleiben" und "Für Vielfalt und buntes Leben". Auf der Internetseite www.haus-mainusch.de sucht der Verein Unterstützer, die für die Weiterexistenz des Hauses kämpfen wollen.

    "Leicht bedroht waren wir ja schon immer", sagt eine Vertreterin vom Haus Mainusch. "Allerdings spitzt sich seit eineinhalb Jahren die Lage zu." Damals hatte die Uni dem AStA einen neuen Vertrag fürs Mainusch angeboten, in dem die Miete massiv erhöht werden sollte und die Kündigungsfrist verringert wurde. Nach Auskunft von Vertretern des Haus Mainusch wurde der Vertrag damals nicht angenommen. Für die Mainusch-Leute und die Bewohner des Bauwagenplatzes steht fest: "Wir gehen nur, wenn es ein Ersatzgebäude gibt."

    Der AStA-Vorsitzende Daniel Krause sieht die Lage entspannt: "Wir gehen davon aus, dass das Haus Mainusch zunächst so erhalten bleibt. Die Verhandlungen für eine Verlängerung des Vertrages laufen." Verhandlungssache ist nach Angaben von Krause derzeit noch die Miete. Im Moment zahlt der AStA 280 Euro für das Haus an die Uni. Diese wiederum zahlt an den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) mehr als 900 Euro im Monat. Inwieweit dieser Betrag an den AStA weitergegeben wird, ist derzeit noch offen. Ein Vertreter des Mainusch sagt: "900 Euro im Monat - das wäre für ein unkommerzielles Zentrum, wie wir es sind, nicht machbar." Andrea Wagenknecht

    Haus Mainusch
    Lokal Z-Campus
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Wetter in Mainz und Region
    Mittwoch

    16°C - 28°C
    Donnerstag

    18°C - 28°C
    Freitag

    15°C - 27°C
    Samstag

    13°C - 22°C
    Sporttabellen
    Radball

    Alle Sportarten, alle Ligen, alle Plätze im Überblick

    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach