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    Mainz"Ja zu FRA": Kampagne zum Flughafen macht Mainzer sauer

    Neuer Krach zwischen der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport und der Fluglärm-Bürgerinitiative Lerchenberg. Diesmal ist der Krach allerdings nicht am Himmel zu hören, sondern eher emotionaler Natur: Die BI regt sich über eine aktuelle Imagekampagne von Fraport, Lufthansa und dem Ferienflieger Condor gehörig auf.

    Nicht nur Taxifahrer bekennen sich in einer neuen Kampagne zum Flughafen Frankfurt. Vor allem Mitarbeiter von Fraport, Lufthansa und Condor zeigen ihr Gesicht. Die Fluglärminitiative Lerchenberg befürchtet allerdings, dass zumindest ein Teil der Bekenntnisse inszeniert sein könnte.
    Nicht nur Taxifahrer bekennen sich in einer neuen Kampagne zum Flughafen Frankfurt. Vor allem Mitarbeiter von Fraport, Lufthansa und Condor zeigen ihr Gesicht. Die Fluglärminitiative Lerchenberg befürchtet allerdings, dass zumindest ein Teil der Bekenntnisse inszeniert sein könnte.

    Unter dem Slogan "Sag Ja zu FRA"veröffentlicht die Flughafengesellschaft auf einer Homepage und auf großflächigen Plakaten die Fotos von mehreren Hundert Menschen, die sich als Flughafenbefürworter bekennen.

    Teils tun sie dies nur mit ihrem Bild, teils auch mit einer Aussage. So "lieben" zwei Damen den Flughafen und die Lufthansa. Eine andere Bekennerin sagt "Ja zu Wachstum und Entwicklung". Ähnlich ein Mann, der durch den Flughafen die "Sicherung des Wirtschaftsstandortes Rhein-Main" gewährleistet sieht. Für einen Unterstützer hat der Flughafen gar eine nationale Dimension: "Deutschland braucht ein starkes und funktionierendes Drehkreuz."

    Andere "Ja-Sager" unterstreichen den Freizeitwert des Airports: "Von hier aus fliege ich jedes Jahr in den Urlaub." Oder ganz einfach: "Fliegen macht Spaß."

    Inszenierte Bilder?

    Mit weniger freundlichen Wort reagiert die Lerchenberger Bürgerinitiative auf die neue PR-Offensive: "Damit soll der Eindruck vermittelt werden, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Flughafenausbau und Nachtflügen steht", erklärt die BI-Sprecherin Barbara Laddey.

    "Wer jedoch genau hinschaut, wird feststellen, dass dabei unter anderem auch Menschen zu Wort kommen, die in ihrem Wohnort gar nicht von Fluglärm betroffen sind." Auch will die Bürgerinitiative nicht ausschließen, dass "es sich um inszenierte Bilder handelt".

    Das weist Christopher Holschier entschieden zurück: "Das sind alles Menschen, die auf freiwilliger Basis mitgemacht haben", erklärt der Fraport-Sprecher auf MRZ-Anfrage. Auch seien keine Honorare geflossen.

    Der Mann vom Flughafen verhehlt aber nicht, dass "Kollegen von Fraport, Lufthansa und Condor" ihr Gesicht für die Kampagne gezeigt haben. Aber auch unternehmensfremde Leute, ob Familien, Taxifahrer, Gemüsehändler, Hotelangestellter oder Mitarbeiter ganz unterschiedlicher Branchen, hätten sich zum Flughafen bekannt.

    Die Fraport und die beiden Airlines haben demzufolge eigene Mitarbeiter angesprochen. Darüber hinaus hätten aber auch etliche Menschen ihr Foto selber auf die Homepage gestellt.

    Die Bürgerinitiative beruhigt das nicht: "Hier wird mit der Unterstützung professioneller PR-Leute eine unglaublich teure Kampagne gefahren, um die Lage der unter Lärm leidenden Menschen wegzureden", kritisiert Laddey.

    Was die Aktion gekostet hat, will die Fraport nicht verraten: "Zu solchen Fragen äußern wir uns grundsätzlich nicht", sagt der Sprecher.

    Thomas K. Slotwinski

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