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    In Ingelheim wachsen Kräuter wie zu Kaisers Zeiten

    Ingelheim - Ein neues Kleinod für Einheimische und Touristen präsentierte die Stadt Ingelheim: Die Grünanlage auf dem Gelände des "Spielplatzes Auf dem Graben" am Heidesheimer Tor im Kaiserpfalzgebiet wurde umfassend umgestaltet. Der ohnehin schon beliebte Aufenthaltsort im Grünen hat durch die Anlage eines neuen Kräutergartens sowie durch die Herausarbeitung des Vorgeländes der einstigen Kaiserpfalz an zusätzlicher Attraktivität gewonnen.

    Oberbürgermeister Ralf Claus (rechts) schaut sich an, was seine Grünplaner vollbracht haben: Ein Kräuter-Kleinod am Heidesheimer Tor. 
Foto: Stadt Ingelheim
    Oberbürgermeister Ralf Claus (rechts) schaut sich an, was seine Grünplaner vollbracht haben: Ein Kräuter-Kleinod am Heidesheimer Tor.
    Foto: Stadt Ingelheim

    Ingelheim - Ein neues Kleinod für Einheimische und Touristen präsentierte die Stadt Ingelheim: Die Grünanlage auf dem Gelände des "Spielplatzes Auf dem Graben" am Heidesheimer Tor im Kaiserpfalzgebiet wurde umfassend umgestaltet. Der ohnehin schon beliebte Aufenthaltsort im Grünen hat durch die Anlage eines neuen Kräutergartens sowie durch die Herausarbeitung des Vorgeländes der einstigen Kaiserpfalz an zusätzlicher Attraktivität gewonnen.

    Dort gedeihen und blühen nun Obstbäume und Kräuter wie zu Kaiser Karls Zeiten. Zudem sind die Form und Größe des Wehrgrabens der Kaiserpfalz sowie die mittelalterlichen Wege zum Heidesheimer Tor wieder im Gelände ablesbar. Als weiteres Projekt wurde eine neue Wegeverbindung und Blickachse zwischen der Straße "Im Saal" und der Grünanlage am Heidesheimer Tor geschaffen. Durch den Abriss einer Garage konnte so ein Teilstück des alten Brunnenpfades wieder begehbar gemacht werden.

    Der neu angelegte Kräutergarten ist der Nachfolger des kleinen Kräutergärtchens, das seit 1999 am Zuckerberg besteht. Es wurde mit Pflanzen aus dem Capitulare de villis bestückt, der Landgüterverord-nung Karls des Großen. Um den Pflanzen mehr Sonne und Raum zu geben und sie an einem stärker frequentierten Platz zu präsentieren, begannen im Jahr 2010 die Planungen für eine Umsiedlung des Kräutergartens ans Heidesheimer Tor.

    Pädagogische Arbeit im Sinn

    Neben der Steigerung der Aufenthaltsqualität hatte man auch den pädagogischen Aspekt im Blick: Das Heidesheimer Tor wie auch der Spielplatz sind Anziehungspunkte für Besuchergruppen und Schul- und Kindergartenausflüge. An dem neuen Standort können die Nutz- und Heilkräuter, die in den Gärten am Hofe Karls angepflanzt werden sollten, künftig viel besser in Führungen und Bildungsprogramme integriert werden.

    Innerhalb der Beete, die in Anlehnung an mittelalterliche Klostergärten angeordnet und bestückt sind, wurde bei der Sortenauswahl besonderer Wert auf die Verwendung einander begünstigender Pflanzen gelegt, die beispielsweise Schädlinge von der benachbarten Pflanze fernhalten. Eine gute Kombination lag zumeist in der Verbindung von wohlduftenden Pflanzen wie Rosen und Lavendel und würzig riechenden Kräutern wie Koriander und Fenchel. Ganz wesentlich war, dass die Komposition dem Auge wohlgefällig war und der Aufenthalt dort ein Genuss für alle Sinne.

    Von dort hat man einen umfassenden Blick über den Garten sowie über den ehemaligen Wehrgraben der Kaiserpfalz. Auch dieser Bereich wurde neu überplant. Bei der Gestaltung im Rahmen der denkmaltouristischen Erschließung in den Jahren 2003/2004 war noch nicht archäologisch gesichert, dass das Heidesheimer Tor wirklich einmal eine Tordurchfahrt gewesen ist. Seit der Feststellung bei Grabungen im Jahr 2006 bestand seitens der Kaiserpfalz-Forschungsstelle der Wunsch, die Zuwegung zum Heidesheimer Tor wieder an ihrer ursprünglichen Stelle, nämlich exakt in der Mittelachse des Tores, sichtbar zu machen. Bei der Umgestaltung wurde der bestehende Weg um einige Meter versetzt, so dass er nun wieder über der frühmittelalterlichen Trasse verläuft.

    Zwei senkrechte Cortenstahl-Elemente begrenzen den Weg und zeigen zugleich die Form und Brei-te des Wehrgrabens, der einige Jahrhunderte später zur Zeit der Staufer dort angelegt wurde. bar

    Mainzer Rhein-Zeitung
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