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    MainzEnergiebilanz 2010: Mainz droht seine Klimaziele zu verfehlen

    Die Stadt hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Kohlendioxid-Emissionen alle fünf Jahre um 10 Prozent zu reduzieren. Doch dieses Ziel gerät erheblich ins Wanken.

    Die Stadt sucht nach Möglichkeiten, die Lärmbelastung durch Laubsauger zu mindern. 
Foto: dpa
    Die Stadt sucht nach Möglichkeiten, die Lärmbelastung durch Laubsauger zu mindern.
    Foto: dpa - picture alliance / dpa

    Mainz - Die Stadt hat es sich auf die Fahne geschrieben, die Kohlendioxid-Emissionen alle fünf Jahre um 10 Prozent zu reduzieren. Doch dieses Ziel gerät erheblich ins Wanken. Wie der jetzt von Ingrid Burger (Umweltamt) im Umweltausschuss vorgestellte Energiebericht für die Zeit zwischen 2005 bis 2010 zeigt, ist sowohl der Energieverbrauch als auch der CO2-Ausstoß in Mainz nahezu gleich geblieben. In den Jahren 1990 bis 2005 zuvor waren die Werte kontinuierlich zurückgegangen.

    Der Gesamtverbrauch betrug inklusive Verkehr im Mittel 6687 Gigawattstunden im Jahr. Dabei entfällt der größte Batzen auf den Wirtschaftssektor mit einem Anteil von 48 Prozent, die privaten Haushalte liegen bei 22 Prozent, der Verkehrsbereich bei 28 Prozent und die städtischen Gebäude bei einem Prozent. Während Private ihren Verbrauch im genannten Zeitraum um 11,5 Prozent gedrosselt haben, legten Großunternehmen und Kleingewerbe noch einmal um vier Prozent zu. Beim Co2-Ausstoß hat Mainz das Ziel des Klimabündnisses klar verfehlt. Statt der angestrebten 2,2 Millionen Tonnen erreichte die Stadt die Marke von 2,2 Millionen.

    "Es sieht trübe aus", kommentierte Professor Ruprecht Jaenicke vom Klimaschutzbeirat die Ausführungen. "Seit 1995 ist nichts passiert." Den Grund sieht Ingrid Burger darin, dass sich in der Zeit bis 2005 einige Großunternehmen aus Mainz verabschiedet hatten. Welchen Branchen aber nun konkret der erhöhte Verbrauch im Wirtschaftssektor anzulasten ist, darauf hatte sie mangels Daten auch keine Antwort. Umweltdezernentin Katrin Eder versicherte, dass sie bereits nach Möglichkeiten suche, Netzwerke in die Betriebe hinein aufzubauen, um ihnen beim Thema Energiesparen beratend zur Seite zur stehen.

    Ein weiteres Thema: die Beschwerden über lärmende Laubbläser. "Wir bemühen uns, das zu ändern", versprach Eder. Doch so einfach ist das nicht. Denn 800 Tonnen herabfallender Blätter in sechs bis acht Wochen zu entsorgen, dazu bedarf es leistungsstarker Geräte. Ein Versuch des Entsorgungsbetriebs, akku- statt motorbetriebener Laubbläser einzusetzen, hat laut Sachgebietsleiter Frank Maier gezeigt, dass diese nur für den Haus- und Hofbedarf ausgelegt sind. "Auch der Lautstärkeunterschied beträgt nur ein bis zwei Dezibel", sagte Maier.

    Und bei der Entsorgung auf Handarbeit zu setzen, würde der Stadt in der kurzen Zeit 390 000 bis 450 000 zusätzliche Personalkosten bescheren. Dass Privatpersonen und Firmen Laubbläser auch außerhalb der festgelegten Zeiten von 9 bis 13 und 15 bis 17 für Wohngebiete einsetzten, dem sei nur schwer beizukommen. "Wir brauchen kein Nachtblasverbot für Mainz", frotzelte der Finther Ortsvorsteher Herbert Schäfer. "Aber einige Betriebe fangen um 6.30 Uhr an. Sabine Jakob

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