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    MainzECE: Endgültige Pläne da, aber geheim

    Die Stadt hat vom Investor ECE die endgültigen Pläne für ein Einkaufszentrum an der Ludwigsstraße erhalten - ein Jahr nach Beginn der Verhandlungen und vier Monate nach der Präsentation von Zwischenergebnissen.

    Die Gremienbeschlüsse zum geplanten ECE-Center müssen warten.
    Die Gremienbeschlüsse zum geplanten ECE-Center müssen warten.

    Von Claudia Renner

    Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) kann damit seine Ankündigung einlösen und im Oktober die Öffentlichkeit über das Endergebnis informieren. Noch ist der Kreis der Kenner klein. Doch auch die neuen Pläne werden wieder eine Kontroverse darüber auslösen, ob das 250-Millionen-Euro-Projekt den 2012 vom Stadtrat beschlossenen Leitlinien entspricht oder nicht.

    Nach MRZ-Informationen wurden die Pläne im Koalitionsausschuss vorgestellt, also führenden Vertretern der Ratsfraktionen von SPD, Grünen und FDP. Jetzt gehen die Bewertungen auseinander, ob und wie sich die Pläne weiter entwickelt haben, seit das Anfang Juni vorgestellte Zwischenergebnis - die sogenannten Eckpunkte - nicht unwidersprochen blieb.

    Kritik kam von der Bürgerinitiative Ludwigsstraße, den Oppositionsfraktionen CDU und ÖDP, aber auch von Teilen der SPD und Grünen sowie der Architektenkammer: Die von ECE geplanten fünf Gebäude seien keine echten Einzelhäuser. Neben dem frei stehenden Karstadthaus seien vier von ihnen so eng zu einem Komplex verbunden, dass es doch wieder auf eine in Mainz nicht erwünschte Shoppingmall mit wenigen Ein- und Ausgängen hinauslaufe. Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) widersprach: Den Kernforderungen aus der Bürgerbeteiligung ("Ludwigsforen") werde weitestgehend entsprochen. Die FDP ist über das noch geheime Ergebnis hoch erfreut. "Ja, es gibt eine Weiterentwicklung, die auch zeigt, dass es in die richtige Richtung geht", sagte Fraktionschef Walter Koppius der MRZ. Nur "Totalverweigerer" könnten noch dagegen sein, dass ein veralteter baulicher Zustand durch ein attraktives Einkaufsquartier ersetzt werde, so Koppius.

    ECE-Skeptiker haben dagegen den Eindruck, dass sich seit Juni wenig in Richtung einer stärkeren Kleinteiligkeit und Durchlässigkeit getan hat. ECE betreibe nur gestalterische Kosmetik, heißt es. "Wenn es im Wesentlichen dabei bleibt, dass eine ganz normale Einkaufsmall mit nur drei oder vier Eingängen entsteht", so der CDU-Bauexperte Gerd Eckhardt, werde seine Fraktion dies nicht mittragen.

    Im Ortsbeirat Altstadt werde das Projekt durchfallen, davon geht Altstadt-SPD-Chef Andreas Behringer aus. Hier stört man sich auch daran, dass günstige Wohnungen aus dem Quartier verdrängt und wegfallende Freiflächen nicht ersetzt werden sollen. Ortsbeiratsmitglied Gerd Heck (SPD) appelliert gar an die Ampelvertreter im Stadtrat, "städtebauliche Verantwortung nicht hinter den Erhalt der Ampel zu stellen".

    Ob zuvor im Bauausschuss die (Ampel-)Mehrheit steht, scheint offen. Grünenvertreter sowie Gerhard Walter-Bornmann (SPD) äußerten sich wiederholt kritisch. Sollte das Projekt auf eine selbstgenügsame Mall hinauslaufen, werde er auch im Stadtrat dagegen stimmen, kündigt Walter-Bornmann an.

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