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    MainzCeh macht seine Träume zu Kunst

    Patrick Cehs Kunst ist ein Traum. Ganz wörtlich genommen: Seine Werke sind inspiriert von seinen nächtlichen Träumereien und dem, was am Morgen von ihnen übrig bleibt.

    "Und dem Tag am Meer", Bild von Patrick Ceh.
    "Und dem Tag am Meer", Bild von Patrick Ceh.
    Foto: Julia Rau

    Mainz - Träume dienen ihm als Inspiration für seine Kunst. Die Ausstellung mit dem Titel „Sie wirkt unscharf an den Rändern“ von Patrick Ceh ist ab sofort in den Räumen des Peng zu sehen.

    Als Malereien oder Fotografien verarbeitet Ceh diese Traumfragmente in seiner Kunst. Die Titel der Bilder wie „Vor dem Einschlafen. Freiburg am Morgen nach einer durchzechten Nacht“ oder „Mainzer Fastnacht: 5 Minuten vor dem Aufwachen“ dienen dabei oft nur als grobe Orientierung in den verschwommen und surreal wirkenden Szenarien.

    Durch eine verwischte und verstrichene Malweise und vereinzelt zu erkennende Farbspritzer erscheinen die Bilder tatsächlich so unscharf wie ein gerade entwichener Traum. Dabei gibt es fast immer mehrere Ebenen in den Bildern von Ceh, wie auch bei Träumen.

    Ceh vereint verschiedene Bildelemente und fügt sie neu zusammen. Oft lässt sich das genaue Motiv erst mit dem zweiten Blick erfassen, wie bei dem Bild „Die Ausgestoßenen“, bei dem die abgebildeten Figuren seitwärts gedreht sind und durch die verwischte Malweise nicht sofort auffallen. Die Kombination von mehreren Bildanteilen in einem, setzt sich auch in einem anderen Bereich durch, in dem Ceh neben der Malerei arbeitet, der Fotografie.

    Seit einigen Jahren experimentiert der junge Künstler mit digitaler Bildbearbeitung. „Damit kommt man viel schneller zu einem Ergebnis“, meinte Ceh. So entstanden Fotocollagen und retuschierte Fotografien. Über den einen Teil der Collage, reale Fotos, zum Beispiel einem Porträtfoto des Künstlers, werden dabei Stücke anderer Fotografien geblendet oder Bildteile gemalt.

    Ceh experimentiert mit dem Gehalt des Bildes und dem, was man darin sehen könnte. Er platziert so einen Boxkampf inmitten einer Blumenwiese. Diese surrealen Motive spiegeln ebenfalls das Traumthema wieder.

    Für Patrick Ceh ist die Kunst ein Versuch, Träume festzuhalten. Ihn habe es oft gestört, dass er seine Träume schnell vergesse und nur noch eine unscharfe Erinnerung zurückbliebe. Fast alle Bilder sind aus echten Träumen oder Traumstücken hervorgegangen, einige ganze konkret, wie sein Gemälde “Der gelassene Stier“.

    „Ich träume oft obskure Dinge“, erklärte Ceh. Die Unschärfe und Verschwommenheit der Träume wollte Ceh auch in seinen Bildern zum Ausdruck bringen. Cehs Kunst zeichnet sich außerdem durch eine starke Farbigkeit aus. Mal nur in einem Ton, wie in das in strahlendem Gelb gehaltene Ölgemälde „Zuneigung“, mal bunt mit einer ganzen Reihe von Farben, wie in der abstrakten Bildreihe „Was auf der anderen Seite eines schwarzen Loches zu sehen ist“.

    Julia Radgen

    Die Ausstellung ist noch bis 13. November in den neuen Räumen des Peng, Rheinstraße 79-81, zu sehen, jeweils von 18 bis 20 Uhr.

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