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    WiesbadenCarmen gibt den Tigern Küsschen

    Tiger trifft man in Biebrich nicht gerade allzu oft. Schon gar keine, die Küsschen mögen. Aber beim Groß-Circus Carl Busch geben sich die Raubkatzen ganz handzahm.

    Die Clowns der "Bubi-Ernesto-Truppe" unterhalten mit musikalischen Einlagen die Gäste des Groß-Circus Carl Busch. 
Foto:Circus Carl Busch
    Die Clowns der "Bubi-Ernesto-Truppe" unterhalten mit musikalischen Einlagen die Gäste des Groß-Circus Carl Busch.
    Foto:Circus Carl Busch

    Wiesbaden - Stammgast in Biebrich ist der Groß-Circus Carl Busch. Mit neuem Programm begeisterte er bei der Premiere etwa 1000 Zuschauer im 1500 Plätze fassenden Zirkusrund. Besonders die anspruchsvollen Tierdressuren lohnen einen Besuch der Zirkusshow.

    Herausragend ist etwa die Tiger-Dressur mit Gaststar Carmen Zander, der "Königin der Raubtierdressur". Die fünf Königstiger - ein Männchen und vier Weibchen - sind als Waisen mit der Flasche aufgezogen worden und derart an ihre Trainerin gewöhnt, dass Carmen auf den Tieren reiten darf und ihnen sogar Küsschen gibt.

    "So was hatte ich vorher noch nie gesehen", sagt staunend der erfahrene Zirkus-Pressesprecher Reto Hütter, der bereits seit vielen Jahren im Zirkus-Geschäft tätig ist. Sehenswert ist auch die lustige Kamel-Nummer mit vier schönen Trampeltieren, die auf Kommando von Manuel Frank neugierig ins Publikum schauen oder sich hinsetzen, damit drei Lamas Bocksprünge machen können.

    Die beiden Stars sind die zwei indischen und afrikanischen Elefantenweibchen Carla und Maschibi. Manuel Wille-Busch präsentiert diese beiden Wappentiere des 119 Jahre alten Zirkus'. Schöne Araber- und Friesenhengste sowie eine lustige Hundenummer ergänzen das tierische Programm.

    Was wäre ein Zirkus ohne Clowns? Bei Carl Busch treibt die musizierende "Bubi-Ernesto-Truppe" mit Saxofon und Trompete ihre Späße mit den Besuchern. Zwischen den Umbaupausen sorgt Clownin "Sandy" für Lacher, etwa wenn sie eine Riesentüte Popcorn über den erstaunten Besucher in der ersten Reihe auskippt.

    Die Live-Musik wird auch bei den Artistik-Nummern groß geschrieben. Zwei echte Opernsänger, Alexandra Gerbey und Jurii Kovalchuk, sorgen mit kräftigen Stimmen für eine akustische Bereicherung der akrobatischen Einlagen. Herausragend ist die Jonglage-Nummer von "Anton und Helena", die sich in atemberaubendem Tempo Keulen und Bälle zuwerfen. "Die Faltinys" zeigen auf kleinem Parkett Hebekünste, während sie auf Rollschuhen fahren.

    "Ophelia" tanzt ohne Sicherung auf einem Drahtseil, und Natascha Wille-Busch zeigt eine Fußjonglage. Dann geht auch noch eine leibhaftige Opern-Diva in die Manege. Alexandra Gerbey schmettert eine Arie, während sie sich kunstvoll hoch oben in der Kuppel mit Seidentüchern fortbewegt. Für diese anspruchsvolle Nummer im Las-Vegas-Stil gibt es viel Beifall des staunenden Publikums.

    Am Ende schmettern die Sänger "Time to say goodbye". Alle Künstler erscheinen, um sich im Finale gemeinsam mit kleinen Kunststücken vom Publikum zu verabschieden. Alle tragen Kerzen, die sie schließlich ausblasen. Schade nur, dass etliche Zuschauer wenig Respekt vor den Künstlern zeigen und bereits während der Schlussnummer rausgehen.

    Oliver Gehrig

    Mainzer Rhein-Zeitung
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