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    MainzBuntes Chaos rund ums Theater

    Bunt, laut und nicht wenig chaotisch war das große Theaterfest, das am Samstag rund um das Staatstheater stattfand. Anders aber hätte man es sich gar nicht wünschen können, denn wo Kreativität lebt und atmet, da ist das Chaos nicht weit.

    Von unserer Mitarbeiterin Eva Szulkowski

    Wer sich von dem gemütlichen Trubel auf dem musikbeschallten Tritonplatz lösen konnte und unternehmungslustig ins Innere des Theaters vordrang, das an diesem Tag allen Besuchern offenstand, der hatte es oft nicht leicht, sein Ziel zu erreichen - nicht nur deshalb, weil das Staatstheater ein riesiges Labyrinth ist, in dem sich selbst Eingeweihte gelegentlich verirren. Wollte man etwa zur öffentlichen Probe des Balletts, war Warten angesagt: Der "Chef" probte durch, das Anmeldesystem hatte seine Tücken und den merklich angestrengten Mitarbeitern mangelte es an aktuellen Informationen. Dennoch setzten sie alles daran, ihre Gäste sicher durch die langen Gänge, über verwinkelte Treppen und durch den vollgestellten Fundus an den tiefsten Punkt des Theaters zu befördern. Mit ein bisschen Geduld durften schließlich doch alle, die es gerne wollten, als Zaungäste dabei zuschauen, wie die Balletttänzer in Zombiebewegungen durch den Proberaum schlurften. "Was wird hier eigentlich geprobt?" Die Frage blieb leider unbeantwortet, denn zur Mittagszeit hatte kaum jemand mehr den Überblick über das umfangreiche, alles andere als statische Festprogramm.

    Da half nur: Ruhe bewahren und sich treiben lassen. Wenn eine Führung sich verzögerte oder die Karten für einen Workshop vergriffen waren, ging es eben wieder raus auf den stetig bespielten Tritonplatz, wo neben verschiedensten Musikern auch die Masken- und Kostümbildner des Theaters ihr Können unter Beweis stellten. Schlussendlich zog es den rastlosen Abenteurer aber doch immer wieder ins Herz des Theaters, um in vollen Aufzügen mit Schauspielern ins Gespräch zu kommen, in falschen Stockwerken auszusteigen, unterwegs staunend an riesigen Bühnenbildern vorbeizulaufen oder einen kurzen Blick in die Maske zu werfen.

    Am Ende fand man dann doch den richtigen Weg und sich selbst irgendwo wieder. Man ließ sich im Foyer des Großen Hauses von Zauberkünstler Christoph Demian in die magische Welt der Oper "Mefistofele" entführen oder stieg in der Orchesterprobebühne bei einem intertextuellen Workshop mit Musiktheaterpädagogin Anna Scherer noch tiefer in die Materie ein. Andere ließen beim gemütlichen Tanztee auf Deck 3 einfach die Seele baumeln. Von ganz oben hatte man dann auch einen tollen Ausblick auf all das herrlich bunte Chaos, das sich Theater nennt.

    Mainzer Rhein-Zeitung
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