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    RheinhessenAn jeder Ecke was Tolles für Touristen

    In jedem Dorf einen Vertreter: Das ist das Ziel der Kultur- und Weinbotschafter. In den Kursen werden dazu die Grundlagen vermittelt. Voraussetzung: Wer mitmachen will, sollte für die Region brennen.

    Kathrin Antony (rechts) ist es schon als Weinprinzessin gewohnt, Dinge zu erklären. Als Kultur- und Weinbotschafterin möchte sie dieses Hobby künftig weiter pflegen. 
Foto: Rheinhessenwein
    Kathrin Antony (rechts) ist es schon als Weinprinzessin gewohnt, Dinge zu erklären. Als Kultur- und Weinbotschafterin möchte sie dieses Hobby künftig weiter pflegen.
    Foto: Rheinhessenwein

    Rheinhessen - Wussten Sie, was das Albiger Reilchen ist? Oder was es mit dem Zornheimer Sonnenplateau auf sich hat? Und mit der Fleckenmauer in Flörsheim-Dalsheim? Ich weiß es. Aber nur, weil ich gute Kontakte habe. Zu den Kultur- und Weinbotschaftern in Rheinhessen. Die sind nämlich der Hort all' des Wissens rund um den Landstrich zwischen Nahe, Selz und Rhein.

     

    Aber keine Angst, denn der Name der Gruppe ist Programm: Die "Botschafter" wollen ihre Kenntnisse nicht für sich behalten. Im Gegenteil. Es drängt sie förmlich dazu, sich mitzuteilen - bei Weinproben, Führungen, literarischen Abenden. "Die Kultur- und Weinbotschafter brennen für Rheinhessen und wollen diese Begeisterung an die Gäste weitergeben", sagt Kathrin Saaler. 

    Die ehemalige rheinhessische Weinkönigin organisiert beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Oppenheim die Ausbildung und die Einsätze der Botschafter. Die Philosophie ist dabei klar: "Es gibt viele kleine Schätze zu entdecken in Rheinhessen, auf die man normalerweise gar nicht stoßen würde." Da jedes der Mitglieder seine Stärken einbringe, sei mittlerweile ein buntes Bild an Angeboten entstanden. 

    Seit 2002 aktiv 

    Seit 2002 gibt es die Kultur- und Weinbotschafter, mittlerweile haben rund 200 die Ausbildung durchlaufen. Etwa 130 davon sind aktiv: "Unser Ziel ist es, dass möglichst viele in den Verein eintreten und sich aktiv am touristischen Programm beteiligen", sagt Saaler. Ein Muss ist das nicht. Aber das irgendwann einmal in jedem Ort in Rheinhessen ein Kultur- und Weinbotschafter leben und wirken soll, ist die Hoffnung auf Mitstreiter natürlich groß.

    Für Kathrin Antony ist dies eine klare Sache. Sie will sich einbringen in der Botschafter-Crew. Unbedingt. Und zwar richtig. Deshalb gehört die Monzernheimerin zum aktuellen Ausbildungsjahrgang, in dem sich seit Mai 23 Teilnehmer einmal wöchentlich treffen, um sich über Kunst, Kultur und Geschichte zu informieren. Später geht es auch um Methodik. Und natürlich um den Wein. "Der ist mein großes Hobby", sagt die Winzertochter, die sich mit dem Studium der Landschaftsarchitektur beruflich allerdings anders orientiert. Doch Rheinhessen ist für sie Herzenssache: "Es gibt hier so viele Sachen zu entdecken...."

    Unterschiedliche Typen gefragt 

    Im elterlichen Weinbaubetrieb, den der Großvater im Wesentlichen aufgebaut hat, arbeiten die Zwillingsschwester als Weinbautechnikerin und der Bruder als Winzer mit. Kathrin konzentriert sich zunächst aufs repräsentieren - seit September ist die 25-Jährige als rheinhessische Weinprinzessin unterwegs.

    "Das ist aber keine Voraussetzung, um beim Kurs mitzumachen", sagt Kathrin Saaler. Im Gegenteil. Die Botschafter leben davon, dass unterschiedliche Typen von Menschen mitmachen, mit unterschiedlichen Berufen, aus unterschiedlichen Altersklassen und mit unterschiedlichen Interessen. "Voraussetzung ist nur, dass die Botschafter die Region lieben."

    Wer mit Kathrin Antony spricht, der kann diese Liebe förmlich spüren. Zur engeren Heimat, im beschaulichen Monzernheim. Und zur weiteren. Zu Rheinhessen, "und da gibt es ja noch soviel zu entdecken", sagt sie. Zum Beispiel habe sie kürzlich erstmals im Alzeyer Museum ein Modell der Villa Rustica gesehen, die in Dautenheim gestanden hat. Für die Architekturbegeisterte ein Erlebnis: "Das habe ich gar nicht gewusst, dass es hier so etwas gegeben hat."

    Sie selbst möchte irgendwas mit Kindern machen, wenn sie ihren Abschluss nach den Prüfungen im Winter erreicht hat. Vielleicht auf einer Streuobstwiese im Heimatort. Oder Führungen durch die Weinberge, mit Kräutern, Unkräutern und Terroir als Thema. Auch Weinproben bieten sich natürlich an: "Die Stilepochen im Wein wären auch ein interessantes Thema. Da könnte man was draus machen." Na denn los. 

    Weitere Informationen gibt es unter Telefon. 06133/930 301 und Kathrin.Saalerdlr.rlp.de 

    Von unserem Redakteur Bardo Faust

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