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    MainzAmbulanz für Arme öffnet auf der Zitadelle

    Der Mainzer Verein Armut und Gesundheit in Deutschland wird im Januar auf der Zitadelle eine neue medizinische Ambulanz für sozial benachteiligte Menschen eröffnen. Gynäkologen, Zahnärzte, Chirurgen und Internisten werden eine Sprechstunde anbieten.

    Arzt
    Foto: DPA

    Mainz - Der Mainzer Verein Armut und Gesundheit in Deutschland wird im Januar auf der Zitadelle eine neue medizinische Ambulanz für sozial benachteiligte Menschen eröffnen.

    Verschiedene Fachärzte, darunter unter anderem Gynäkologen, Zahnärzte, Chirurgen und Internisten, werden hier ein- bis zweimal pro Woche eine Sprechstunde anbieten. Es stehen ein EKG und vermutlich auch ein Ultraschallgerät zur Verfügung. Darüber hinaus soll es auch soziale, psychologische und logopädische Sprechstunden geben.

    Das Angebot, initiiert von dem Mainzer Armenarzt Dr. Gerhard Trabert, richtet sich vor allem an Wohnungslose, EU-Bürger ohne Krankenversicherung und Menschen, die sich illegal in Deutschland aufhalten. Darüber hinaus wollen Trabert und seine Mitstreiter Gesundheitsberatungen auch für Menschen anbieten, die keinen Arzt aufsuchen, weil sie sich etwa Praxisgebühr oder Zuzahlungen nicht leisten können. Trabert: "Wir machen ein niederschwelliges Angebot, um diese Menschen langfristig wieder ins Regelsystem einzugliedern." Dafür wollen die Ärzte in der neuen Ambulanz eng mit Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern und Selbsthilfeeinrichtungen zusammenarbeiten. "Es geht keinesfalls darum, den Kollegen die Patienten wegzunehmen - im Gegenteil", erklärt Trabert. Ein weiterer Schwerpunkt der Ambulanz wird die gesundheitliche Prävention sein.

    Die neue "Poliklinik für Arme", wie Trabert die Einrichtung selbst nennt, wird die bisherigen medizinischen Angebote für Wohnungslose (Arztmobil und medizinische Sprechstunden an verschiedenen Standorten) ergänzen, nicht ersetzen. Nach Auskunft des Arztes ist das geplante Angebot einmalig in Deutschland. Das neue Gesundheitszentrum wird auf der Zitadelle in Gebäude C untergebracht - dort, wo auch die Pfarre-Landvogt-Hilfe ihr Domizil hat. Neben einem Wartezimmer wird es sechs Behandlungs- und Untersuchungsräume geben. Darüber hinaus sind unter anderem ein Medikamentenlager, ein kleiner Laborraum sowie Gesprächs- und Konferenzräume vorgesehen.

    Die Räume des Vereins Armut und Gesundheit in der Barbarossastraße 4 werden zum 1. Dezember aufgegeben. Der Verein zieht mit auf die Zitadelle. Die Eröffnung der Ambulanz ist für Januar geplant. Auf der Zitadelle werden damit die Angebote für sozial benachteiligte Menschen und Wohnungslose gebündelt. Die Teestube am KUZ sowie das Beratungsangebot Start-Hilfe sind künftig im gleichen Gebäude wie die neue Poliklinik untergebracht. Außerdem bietet die Pfarrer-Landvogt-Hilfe hier künftig sechs Schlafplätze an.

    Finanziert wird die Poliklinik durch Spenden. 1400 Euro Mietkosten zahlt der Verein an die Pfarrer-Landvogt-Hilfe, plus 400 Euro Nebenkosten. Die Sprechstunden werden ehrenamtlich von pensionierten Fachärzten angeboten. dafür rührt Trabert jetzt kräftig die Werbetrommel. Darüber hinaus soll in Teilzeit eine Krankenschwester und/oder Sozialarbeiterin als feste Ambulanzkraft beschäftigt werden. Trabert rechnet mit 120 000 Euro an Kosten pro Jahr. Trabert: "Wir hoffen einfach, dass die Leute das Projekt unterstützenswert finden." Andrea Wagenknecht

    Spenden sind willkommen: Konto 1919 018 bei der Mainzer Volksbank (BLZ 551 900 00). Weitere Infos zum Verein: www.verein-armut-gesundheit.de

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