Schrift:

Finale bei «Voice of Germany»

Berlin (dpa) - Es wird ein spannendes Finale: Allein von den Stimmen her könnte jeder der vier verbliebenen Teilnehmer am Freitag locker «The Voice of Germany» gewinnen. Doch am Ende entscheidet das Publikum und - ganz im Sinne der Musikbranche - die Downloadzahlen der Singles der Finalisten.

'The Voice of Germany' - Finalisten
Die Finalisten der Castingshow "The Voice of Germany", Max Giesinger (l-r), Ivy Quainoo, Kim Sanders und Michael Schulte. Foto: Jörg Carstensen
DPA

«The Voice of Germany» war mit einem großen Versprechen angetreten: Die ganz andere Casting-Show, bei der nur die Stimme zählt, die Teilnehmer mit Respekt behandelt werden und die Chance bekommen, von einem erfahrenen «Coach» zu lernen.

Jetzt sind aus den Teams von Nena, Rea Garvey, BossHoss und Xavier Naidoo nur noch jeweils die letzten Hoffnungsträger übriggeblieben, und klar wird: Eine Casting-Show kann nur so anders sein, wie es die Gesetze der Musikindustrie erlauben. Auch nach dem «blinden» Aussieben der Kandidaten in den ersten Runden, bei denen die Jury sie nicht sah, könnte jeder der vier sofort auf ein «Bravo»-Poster. Jeder passt in eine Nische der in Zielgruppen denkenden Industrie. Die Website zur Sendung ist mit Werbung zugepflastert. Geschäft ist Geschäft?

Singen können die vier jedenfalls. Als sie in einem dpa-Interview gebeten werden, kurz ihre aktuellen Wettbewerbs-Singles anzustimmen, zaubert Kim Sanders («Team Nena») aus dem Stand heraus eine nahezu perfekte, raumfüllende Vorstellung. Die Wahl-Berlinerin aus dem US-Bundesstaat Indiana ist schließlich ein Profi mit zwei Soloalben und sang schon Ende der 90er Jahre für das Disco-Pop-Projekt Culture Beat, wenn auch nach deren erfolgreichster Zeit mit «Mr. Vain».

Auch die eher schüchtern wirkende Ivy Quainoo und der Rotschopf Michael Schulte entfalten scheinbar mühelos ihre kräftigen Stimmen. «Ich bin kein so großartiger A-Capella-Sänger», grummelt hingegen Max Giesinger, den sein Coach Xavier Naidoo im Halbfinale dem erfahreneren Mic Donet vorzog. Und nein, ist er nicht. Muss er aber auch nicht sein: Der 23-jährige hat eine markante, leicht heisere Stimme und bringt ein Bad-Boy-Image und einen kräftigen badischen Akzent («Der Bürgermeischter hat angerufe.») mit.

Max und Michael scheinen es leichter zu haben als die beiden Finalistinen. Sie albern herum, laden gemeinsame Videos auf YouTube hoch, wie die verwackelte Aufnahme aus einem ICE-Abteil, in der Michael den aktuellen Hit Video Games zu einem gefühlvolleren Lied macht als Lana Del Rey. Wenn einer gewinnt, will der andere bei der Tour im Vorprogramm singen.

Im Finale tritt jeder drei Mal auf: Allein, mit seinem Coach und im Duett mit einem Star. So singt Giesinger mit Katie Melua, in die er sich schon «als kleiner Junge ein bisschen verguckt» habe und Kim mit Chartstürmer Marlon Roudette.

1 von 2
Weiter
0.0
0,0 (0 Stimmen)

Was läuft im Kino?

Hier finden Sie das Programm für die Kinos in Ihrer Region. Wählen Sie einen Ort und surfen Sie bequem durch die aktuellen Spielzeiten Ihrer Wunschfilme..

Enkenbach Kusel Hoppstädten-Weiersbach Kirn Bernkastel-Kues Alzey bad kreuznach Bitburg Ingelheim Bingen Simmern Mainz Geisenheim Wiesbaden Prüm Cochem Daun Hillesheim Boppard Bad Schwalbach Nastätten Zollhaus Mayen Koblenz Lahnstein Limburg Montabaur Bad Neuenahr Neuwied Frickhofen Hachenburg Altenkirchen Neitersen Bonn siegen

Event-Kalender

Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!

Sudoku

Sudoku  
Tägliches
Sudoku
in vier
Schwierigkeitsstufen