Wein-Presse: Die Wirtschaftskrise ist angekommen
Alexander Kohnen zum Rückgang des Weinkonsums
Weinmessen setzen Trends und zeigen die tatsächliche Wirtschaftskraft des weltweiten Kulturgutes Wein und dessen Nebenerzeugnisse auf. Die in Düsseldorf ansässige ProWein gilt als Europas größte Wein-Show. Dort zeigen Winzer, Erzeugergemeinschaften und Weinkellereien, was der aktuelle Jahrgang zu bieten hat. Mit 3300 Ausstellern aus über 50 Ländern feierte die Messe nach eigenen Angaben einen neuen Rekord. Und dies trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise. Mit mehr als 800 Ausstellern waren Weinproduzenten aus Deutschland am stärksten vertreten - gefolgt von Italien, Frankreich, Spanien, Österreich und Portugal. Die "Neue Welt" präsentiert sich erstmals in einer Gemeinschaftshalle mit rund 260 Ausstellern. Aber gibt es wirklich etwas zu feiern? Immerhin ist hierzulande der Weinkonsum im vergangenen Jahr laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) um 1,5 Prozent gesunken. Bei einer Fachveranstaltung während der Messe erklärte der GFK-Experte Hoffmann, dass die Zahl der Nicht-Wein-Trinker in einer aktuellen, repräsentativen Erhebung um zehn Prozent gestiegen sei. Für 2010 sieht der Fachmann keine guten Voraussetzungen für den deutschen Weinmarkt. Von der steigenden Arbeitslosigkeit sind im Laufe des Jahres 15 Millionen Personen direkt oder indirekt betroffen. Das werde den privaten Verbrauch bremsen und somit auch den Weinkonsum betreffen, so Hoffmann. Die Ausgaben für Getränke seien 2007 und 2008 mit 17 Milliarden Euro konstant geblieben, 2009 aber bereits um zwölf Prozent auf etwas mehr als 15 Milliarden Euro eingebrochen.Der trockene 2008er Riesling "Alte Reben" vom Weingut Reverchon an der Saar ist strohgelb und duftet angenehm nach rotem Apfel und exotischen Früchten. Eine präsente und gut eingebundene Säure spiegelt Terroir und Riesling typisch wieder. Zu bestellen ist der Wein für 9,90 Euro im Internet unter www.weingut-reverchon.de.
Für die ausländischen Anbieter sieht die Weinwelt noch düsterer aus. Nach wie vor müssen sie in Deutschland so billig anbieten wie nirgendwo sonst. Der Druck wird zunehmend größer, da andere wichtige Märkte wie Großbritannien und die USA weggebrochen sind und nun noch mehr Wettbewerber in Deutschland auf den Markt drängen. Dramatisch ist es in Spanien. Hier entwickelt sich das Griechenland der Weinerzeugung. Spanien hat große Überproduktionen im Keller liegen und muss auch qualitativ hochwertige Weine für kleines Geld loswerden.









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