Schräge Design-Ideen: Die Top Ten der Stijl-Messe
MAINZ. Zweimal im Jahr verwandelt sich das Alte Postlager in Mainz zu einem Mekka für junge Mode-, Design- und Trendsportfans. Auch bei der aktuellen Winter-Stijl an diesem Wochende konnten Besucher auf über 3.000 Quadratmetern Handgemachtes, Streetwear und Sportartikel von über hundert Ausstellern bestaunen.
Bereits zum sechsten Mal findet die Messe für Fashion, Sport und Design in Mainz statt. Veranstaltet wird die Stijl von der Neue Projekt GmbH um die Initiatoren Christian Voigt und Sebastian Hübschmann. Das Team erwartet rund 5.500 Besucher zur diesjährigen Stijl.
Die Besucher der Stijl sollen aber nicht nur anschauen, sondern auch mitmachen. Dafür haben sich die Macher der Messe auch in diesem Jahr wieder einige Aktionen überlegt.
Eigene Vorlagen auf Textilien drucken
So gibt es einen „Mal-Roboter“ vom Atelier Zukunft, mit dem eigene Vorlagen auf Textilien gedruckt werden können und wieder den Basteltisch des Onlineplattform DaWanda. Außerdem kann man sich in der Trendsportart Headis, einem mit dem Kopf an einer Tischfussballplatte gespielten Ballsport, ausprobieren.
Beliebt im vergangenen Jahr war die „Sprechzijt“, bei der junge Mainzer Kreative Tipps für Unternehmensgründung geben und Fragen beantworten. Diesmal können Besucher Nils Beierlein, der die Getränkemarke "Ailaike" gründete und Verteter des Musiklabels "bouq" ausfragen.
Nachfrage nach individualisierbarer Mode steigt
Die Stijl ist mittlerweile ein fester Begriff im Mainz, nicht umsonst bilden sich bereits kurz nach Beginn der Messe lange Besucherschlangen. Ein Trend, der auf der diesjährigen Stijl sichtbar wird, ist die Abkehr vom großen, offensichtlich platzierten Label, das sogar eher für satirische Prints herhalten muss. Die Nachfrage nach individualisierbarer Mode und Accessoires scheint zu steigen sowie der Verarbeitung gebrauchter Materialien, die viele Veranstalter bedienen. Außerdem sind Prints mit Sprüchen und Cartoons nach wie vor beliebt bei Streetwear und Jutebeutel.
Einige der kreativsten Trends der Stijl Messe in unseren Top Ten zusammengefasst:
1. „Schokoklunker“ - Beim Stand des Berliner Labels „Schokoklunker“ gibt es süßen Schmuck – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Ohrring- und Kettenanhänger aus Modelliermasse sehen aus wie wie Schokolade, Pralinen und Kekse. Vieles ist auch in angeknabberter Optik erhältlich, und die Schokostücke in Realgröße sehen so täuschend echt aus, dass sich einige Besucher tuschelnd fragen, ob es die Stücke nicht auch sind.
2. „2ungrad“ - Das Karlsruher Label des Ehepaars Emde liegt mit seinen Designstücken aus wiederverwerteten Materialien voll im Retrotrend. Vor allem die aus Waschlappen gefertigten kleinen Täschchen sind eine witzige Idee. Außerdem gibt es am „2ungrad“-Stand Notizhefte, deren Umschlag aus alten Plattencovern oder Kinderbüchern hergestellt sind.








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