"Grenzenlos Kultur": Dieses Theater macht vor Barrieren nicht halt
Eva Szulkowski
Hintergrund: „Bitte kein Sozialrabatt!“, ermahnt Staatssekretär Walter Schumacher vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz potenzielle Gäste von „Grenzenlos Kultur“. Seit 1997 stehen hier in einem integrativen Kulturkonzept behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam auf der Bühne, „gleich wichtig und gleich berechtigt“, betont Schumacher. Für Künstler mit Behinderung bedeutet das auch, das Recht zu haben, kritisiert oder schlicht doof gefunden zu werden. Denn auch positive Diskriminierung ist bei „Grenzenlos Kultur“ fehl am Platz.
Die Veranstaltungsreihe mit einem Etat von insgesamt 120 000 Euro, die der Kultursommer und die „Aktion Mensch“ mit je 50 000 Euro unterstützen, will die Fremdheit zwischen den Welten von Menschen mit und ohne Handicap auflösen. So erzählt etwa die israelische Gruppe Kenafayim zum Auftakt am Donnerstag und Freitag, 9. und 10. September, von Erfahrungen und Sehnsüchten behinderter Menschen, die statt Löffelfabrikanten lieber Soapstars oder Politiker wären. Das komplette Programm gibt’s im Internet unter www.grenzenlos-kultur.de
Eva Szulkowski








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