Nature One: Polizei fand weniger Ecstasy
Hasselbach - Mehr Sicherheit und keine Gewalt – so lautet das vorläufige Resümee des polizeilichen Einsatzleiters für Nature One 2011, Manfred Schiemann.
Obwohl das Festivalgelände weit mehr als die doppelte Zuschauerzahl fassen würde, war die Zahl der Notausgänge auf dem Gelände von zwei auf vier erhöht worden. Für das gesamte Areal (Pydna und Camping-Gelände) erließ das Bundesverkehrsministerium auf Intervention der Polizei ein Überflugverbot für die Dauer der Veranstaltung.
Die 17. Nature One zog nach Veranstalter-Angaben 54.000 Besucher an. Möglicherweise ist der geringfügige Rückgang gegenüber dem Vorjahr den Wetterprognosen geschuldet, die noch schlechter waren als das tatsächliche Wetter vor Ort.
Zentraler Punkt der polizeilichen Maßnahmen ist die Arbeit an den Kontrollstellen. Hier werden einzelne Festivalbesucher intensiven Kontrollen unterzogen. Der Einsatz neuester und modernster Technik zum Erkennen und Aufspüren von Drogen machen es dem Betroffenen nahezu unmöglich, mitgeführte Drogen an der Kontrollstelle vorbei zu leiten.
Und was die Technik nicht schafft, dass erschnüffeln die eingesetzten vierbeinigen „Polizeikollegen“. Ein ungewöhnliches Bild für den Laien ergibt dabei der Einsatz sogenannter Passivhunde, die an einer Reihe von Personen vorbeigeführt werden und sobald sie auch nur die geringsten Spuren von illegalen Drogen aufnehmen, sich vor die entsprechende Person hinsetzen. Eine Dame hatte diesen Einsatz wohl nicht richtig bewertet: Sie kraulte den vor ihr sitzenden Hund und rief dabei entzückt aus: „Schau mal, der kann mich besonders gut leiden“, was der eingesetzte Hundeführer mit den Worten begleitete: „Ja – wahrscheinlich riechen sie besonders gut.“ Den wahren Hintergrund verstand die Dame dann auch kurz danach. Bei der überwiegenden Anzahl der Verstöße wurden geringe Mengen zum sogenannten Eigenbedarf für die Dauer des Aufenthaltes bei Nature One mitgeführt. In allen Fällen wird Anzeige erstattet, ein Strafverfahren ist die Folge.
Bei Führerscheininhabern, unabhängig davon, ob die Person ein Fahrzeug geführt hat, erhält die Führerscheinstelle eine Mitteilung über das positive Kontrollergebnis. In aller Regel zieht dies weitere verwaltungsrechtliche Überprüfungsmaßnahmen nach sich.
Wer Drogen in Mengen dabei hatte, die über den Eigengebrauch hinaus gingen, muss nun mit empfindlichen Strafen rechnen. Insgesamt spielen dabei, wie auch schon in den Jahren zuvor, der Besitz und Erwerb von Cannabisprodukten (Haschisch und Marihuana) und den Partydrogen (Ecstasy und Amphetamin) die größte Rolle.








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