„Rock am Ring“ ist mehr als ein Festival
Rock am Ring ist Folklore: Viele kommen alle Jahre wieder – und suchen vor allem das große Gemeinschaftserlebnis. Dass die letztlich auftretenden Bands für den Erfolg des Festivals immer unwichtiger werden, zeigt die Tatsache, dass „Rock am Ring“ auch diesmal wieder ausverkauft war – lange bevor die meisten Gruppen feststanden. Zum Reiz des Festival gehört auch die Ring-Folklore – das Anbrüllen der VIPs und Gäste auf der Boxenanlage („Sch ... tribüne!“), das unmotivierte „Helga!“-Rufen, das Mitführen von Tetrapacks mit zumindest fragwürdigen Getränken, der Spaß am obligatorischen Eifelregen und am Matsch.
Rock am Ring ist Tradition: „Rock am Ring“ – gemeinsam mit dem Zwillingsfestival „Rock im Park“ in Nürnberg (fast identisches Programm) – misst sich eigentlich nur mit europäischen Großveranstaltungen wie Glastonbury in England oder „Pink Pop“ in den Niederlanden. Deutsche Konkurrenz wie das Doppelfestival „Southside“/„Hurricane“ oder das Metal-Genrefestival Wacken kommen an den Glanz und die Reputation von „Rock am Ring“ nicht heran. Seit 25 Jahren (zweijährige Pause 1989/1990) legt der Ring die Standards fest. Und erneuert sich dabei ständig.
Von unserem Kulturredakteur Tim Kosmetschke









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