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  • Einmal so sein wie Dagobert Duck

    Tonnenschwerer Stahl. Dahinter 2200 kleine Wohnzimmer für die Wertanlagen der Kunden. Wer Sparstrümpfe nicht mag, unoriginelle Verstecke daheim vermeiden will, der sollte sich mal den Keller der Sparkasse in Neuwied anschauen.

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    Gute Scharniere: Der Mitarbeiter der Sparkasse braucht nicht viel Kraft, um die tonnenschwere Tresortür für unsere Zeitung zu öffnen. Wer hier sein Gold unterbringen will, muss allerdings Kunde der Sparkasse sein.
    Gute Scharniere: Der Mitarbeiter der Sparkasse braucht nicht viel Kraft, um die tonnenschwere Tresortür für unsere Zeitung zu öffnen. Wer hier sein Gold unterbringen will, muss allerdings Kunde der Sparkasse sein.
    Foto: Niebergall

    Tonnenschwerer Stahl. Dahinter 2200 kleine Wohnzimmer für die Wertanlagen der Kunden. Wer Sparstrümpfe nicht mag, unoriginelle Verstecke daheim vermeiden will, der sollte sich mal den Keller der Sparkasse in Neuwied anschauen.

    Neuwied - Der Sparkassenmitarbeiter zieht die Magnetkarte durch das Lesegerät. Und die Fahrstuhltür öffnet sich. Es geht abwärts. Dahin, wo die Sparkassenkunden ungestört sein können mit ihrem Barren Gold, der Rolex Daytona aus dem Jahr 1969, dem Geschmeide, das Großmutter einst trug, oder schlicht der Versicherungspolice.

    Und da ist sie auch schon - silbrig glänzend, tonnenschwer, dick wie ein Lkw-Reifen: die Tür des Kundentresors der Neuwieder Sparkasse. Das hat was vom Ganovenfilm „Ocean’s Eleven“, von James Bond. Und irgendwie wartet man darauf, dass jemand Plastiksprengstoff mit Zeitzünder an die Tür klebt und den Auslöser drückt.

    Aber heute steht die Tür auch für die unbefugte Zeitung weit auf. Und weil das Bankgeschäft ein diskretes ist, ist die Rhein-Zeitung auch nicht allein in dem rund 100 Quadratmeter großen Tresorraum mit seinen 2200 Schließfächern. Architekt Christian Skerka, Abteilungsleiter Gebäudemanagement, und Hans-Werner Bomm, Leiter des Kundencenters, sind dabei. Und sie sagen erst einmal, welche Fragen sie „natürlich“ nicht beantworten: Wie viel Schließfächer gefüllt sind etwa oder was drin ist. Selbstverständlich keine technischen Details zum Tresorraum. Skerka lässt sich nur ein cooles: „Wie gehen davon aus, dass dieser Raum sicher ist“ entlocken. Und: „Es gibt einen Körperschallmelder.“ Das Aus für alle Drehbuchschreiber, die ihre Ganoven Schließfächer aufbohren lassen. Der Sensor meldet das nämlich.

    Außerhalb der Geschäftszeiten wachen Bewegungsmelder. Und eben die mächtige Stahltür mit Zahlenkombination und Schloss.

    Bei der Sparkasse denkt man die Sache mit den Schließfächern übrigens von der Basis her. Hans-Werner Bomm: „Jeder Kunde kann bei uns ein Schließfach mieten.“ Es gibt keine Mindesteinlagesumme. Man muss nur ein Konto bei der Sparkasse haben.

    Fünf Zentimeter hoch und 30 Zentimeter tief ist der Kleinwagen unter den Schließfächern. Kosten: 20 Euro im Jahr. Wer seine Goldbarren dem stählernen Schoß der Sparkasse anvertrauen will, kann zum 850 mal 540 mal 480 Zentimeter großen „Mercedes“ greifen. 420 Euro kostet das im Jahr.

    Wer nun an seinen Schmuck, sein Testament oder die Uhrensammlung will, kann einfach vorbeikommen. Am Schalter identifiziert ein Mitarbeiter ihn als Kunde. Dann schließt der Sparkassenmitarbeiter von oben vor. Der Kunde fährt in den Keller und schließt nach. Vier Kabinen garantieren beim Goldbarrenpolieren Privatsphäre. Topfpalmen und Spiegel lassen Kasinoatmosphäre aufkommen. Gibt es Anekdoten, lustige Erlebnisse? Dass wollen die beiden Bankiers nicht wirklich kommentieren. (mik)

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