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Blattkritik für die Lobo-RZ: Was Leser und Kollegen meinen

Sascha Lobo als Chefredakteur für einen Tag? Das Experiment unserer Zeitung hat erwartungsgemäß viele Reaktionen ausgelöst. Die Reaktionen in E-Mails, in Twitter, bei Wer-kennt-wen.de und aus der Branche waren überwiegend positiv. Wir haben eine Auswahl zusammengestellt.

iPad und Papier: Der Berliner Autor und Blogger ist in den digitalen Medien zu Hause, ließ sich aber auch bereitwillig auf die Aufgabe bei der Tageszeitung ein. Foto: Jens Weber
Mir hat die Ausgabe sehr gut gefallen - und da ich nicht alles vor oder nach dem Frühstück lesen konnte, werde ich es mir heute Abend reinziehen. Und das kommt gaaaanz selten vor, dass ich Abends nochmal zur Zeitung greife. (Andreas Lenssen aus Mainz in der Gruppe Rhein-Zeitung bei wer-kennt-wen (Anmeldung erforderlich).

Sehr gelungene Ausgabe der Rhein-Zeitung heute! Grundsätzlich fand ich die ganze Aktion erfrischend anders. :-)( @ben_mz bei Twitter)

Dieses Stück und diese Themenauswahl entsprechen ziemlich genau dem, was ich bei vielen Regionalblättern als furchtbar störend empfinde. Diesen Drang nach Wichtigkeit und Bedeutsamkeit, dieser unbedingte Wille, mehr sein zu wollen als “nur” Lokaljournalist. (…) Warum, zur Hölle, müsst ihr (…) auf der ersten Seite einer Zeitung für Koblenz ein Essay über das Leid der Vergessenen schreiben? Um zu zeigen, dass ihr es könnt?  Ein wenig kleiner hattet ihr es nicht gerade? Ihr könnt es, ich glaube es euch ja. Und jetzt hätte ich wieder gerne Themen meiner Zeitung, meiner Region. Ein wenig habe ich übrigens auch den Verdacht, dass bei der Auswahl dieser Aufmachergeschichte auch ein wenig das urbane Boheme-Dingsdibumms von Sascha Lobo durchgekommen ist. Man liest sowas sicher gerne in Kreuzberg auf dem Mac-Book. In Koblenz würde ich sagen: zielsicher am Leser vorbeigeschrieben, liebe Freunde. (Christian Jakubetz in seinem Blog "Anmerkungen eines Medienmenschen")

Die Rhein-Zeitung, ohnehin bekannt als digital-afffin (siehe medium-magazin), hat eine eindrucksvolle Verwertungskette errichtet. Es gibt z.B. ein lustig montiertes Video, ein getextetes Making-of zum Onlinevideo ("Herr Lobo. Sascha Baby") und einen Liveticker zum Nachlesen von Lobos gestrigem Arbeitstag im Einzelnen. (…) Lobos Theorie, "was ein Redakteur so interessant findet, dass er es unbedingt schreiben möchte, wird auch viele Leser interessieren" ist sympathisch. In Koblenz hat er viel Wind gemacht und Aufmerksamkeit auf die noch immer reiche Landschaft der Regionalpresse gelenkt. Ja, am besten sollte Sascha Lobo bei jeder der zahlreichen deutschen Regionalzeitungen einmal als Chefredakteur gastieren. Das täte der Presselandschaft gut. (Christian-Bartels bei evangelisch.de)

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Leserkommentare (1)

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Unser Redakteur Marcelo Peerenboom ist mit Roman Lob beim Eurovision Song Contest 2012 und berichtet von seinen Erfahrungen.

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