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    Wandertipp: Tolle Aussichten im Felsengarten

    Mitten in Simmertal beginnt die Tour am kleinen Parkplatz zwischen Rathausstraße und Bachstraße. Wir laufen die wenigen Schritte zum ältesten Rathaus im Naheland: Es stammt aus dem Jahr 1499, beherbergt heute ein kleines Naturkundemuseum.

    Schöne Aussichten laden zum Verweilen ein.
    Schöne Aussichten laden zum Verweilen ein.
    Foto: Ideemeedia / Poller

    Vorbei an der Kirche sehen wir den ersten Wegweiser der Vitaltour Felsengarten – und folgen den Logos heraus aus dem Ort. Neben uns plätschert gurgelnd der Apfelbach, und wir lassen uns rasch von der lieblichen Landschaft des Tals in Beschlag nehmen.

    Ruhige Anstiege, schöne Talblicke

    Ein kurzer Anstieg, dann schlängelt sich der Pfad durch die Hangflanke, und noch immer dringt das Rauschen des Bachs an unsere Ohren. Schließlich mündet unser Naturweg an einer Bank außerhalb des Waldes auf einen breiten Forstweg.

    Wir genießen den tollen Talblick. Danach können wir nach Herzenslust im Laub rascheln und gewinnen dabei noch weiter an Höhe. Doch der Anstieg ist gemütlich und führt uns bald wieder an den Waldrand, wo ein Relikt aus feurigen Tagen Einblicke in die Erdgeschichte gibt: Links erheben sich die Reste eines Steinbruchs, in dem feinkörniges Vulkangestein abgebaut wurde.

    Wenige Schritte später weichen rechts die Hecken zurück und geben den Blick ins Apfelbachtal frei. Von einer Bank aus können wir sogar bis ins Simmerbachtal (das auch Kellenbachtal genannt wird) blicken und am Horizont die Silhouette von Schloss Dhaun erspähen. Schnell haben wir die Anhöhe hinauf zum Braunenberg erklommen und dürfen auch den Asphalt gegen weichen Naturboden tauschen.

    Vor uns breiten sich schier unendliche Felder aus und geben Gelegenheit, einen herrlichen Panoramablick über die freie Winterlandschaft zu genießen. Am Knick an der Hangkante steht zudem nach 2,6 Kilometern eine Bank bereit, um diese grandiose Fernsicht in Ruhe auskosten zu können. Nun folgt eine Passage über die freie Flur, weiche Wiesenwege erhöhen den Wandergenuss, und die diversen Richtungswechsel auf dem Weg zum Habichtskopf sind bestens beschildert und markiert.

    Teilweise schützen uns Hecken vor dem manchmal recht kräftigen Wind. Wir passieren den Abzweig zum Gonrather Hof und erobern dann den Habichtskopf, von dem wir nach 4,4 Kilometern einmal mehr eine sagenhaft schöne Aussicht nach Süden und Osten genießen können.

    In Ruhe das Apfelbachtal genießen

    Kurzweilig führt uns die Vitaltour Felsengarten zur nächsten Premiumaussicht, diesmal nach Norden und in Richtung Seesbach und zu neuen Aussichten: Von einer Bank können wir nach 8,4 Kilometern einen Traumblick ins Apfelbachtal auf uns wirken lassen.

    Nach den freien Wiesen folgt eine kurze Waldpassage, die für Abwechslung sorgt. Nun befinden wir uns am Vogelsberg, und bald breiten sich um uns wieder Wiesen aus. Besonders am Abzweig beim nächsten Wegweiser ist die Panoramaaussicht einfach überwältigend, zudem können wir von diesem Standort auch einige Strecken unserer Tour am Braunenberg nachvollziehen.

    Danach ist kurz wieder etwas mehr Kondition gefordert, denn die Vitaltour steigt hinauf zum Waldrand – und wartet wieder mit herrlichen Aussichten direkt hinter Horbach auf. Wir passieren ein Gehege mit neugierigen und emsig im Boden wühlenden Wildschweinen, dann biegen wir rechts in die freie Natur ab und sind gespannt auf den Höhepunkt der Tour, den Felsengarten. Der Auftakt dazu ist verheißungsvoll, denn pfadig führt die Vitaltour durch den niedrigen, von Krüppeleichen dominierten Wald.

    Es geht am Hang entlang, und erste Zwischenstation ist eine Bank mit schöner Aussicht auf das gegenüberliegende Brauweiler. Dann senkt sich der Pfad ab, erste kleine Felsen sind erkennbar. Doch richtig spektakulär wird es erst an der Schutzhütte Falkenstein. Hier befindet sich etwa 20 Meter vor der Hütte eine kleine Aussichtsplattform. Was für ein Blick!

    Tief unter uns liegt das Simmerbachtal (auf der Infotafel als Kellenbachtal bezeichnet), und gegenüber erhebt sich trutzig das Schloss Dhaun. Schroffe Felsen ragen auf, und wie in der Modelllandschaft erblicken wir im Talgrund den Campingplatz Haumühle. Begeistert setzen wir die Tour fort. Ein weicher Waldweg führt uns durch den lichten Hangwald, und nach 11,7 Kilometern stehen wir am Abzweig zur 200 Meter entfernten Uhuwarte. Klar wollen wir diesem Felsen aufs Dach steigen, und so folgen wir dem pfadigen Zuweg zur Hangkante. Die Uhuwarte liegt etwa 20 Meter tiefer, und schon beim Abstieg bewundern wir die Felsen um uns herum.

    „Vom eigentlichen Aussichtspunkt aus beeindrucken uns die schräg gestellten Schieferwände am Falkenstein rechts von uns,“ beschreibt Wanderfachfrau Ulrike Poller die Szenerie. Nach 13,3 Kilometern treffen wir am Abzweig zur Rabenkanzel ein. Dieser nur 100 Meter vom Hauptweg entfernte Felsensporn beschließt den Reigen spektakulärer Felsen im Felsengarten und wartet wieder mit einer grandiosen Aussicht auf, bevor der Rundweg nach weiteren 1000 Metern wieder an der Kirche endet.

    Buchtipp: Vitaltouren & Soonwaldsteig, 10 Rundwege und 6 Tagesetappen im Naheland, ideemedia-Verlag, 11,95 Euro, www.ideemediashop.de

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