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    Wandertipp: Spaziergang im Apfelblütenmeer

    Drei Wochen früher als üblich verzaubert die Apfelblüte den Streuobstwiesenweg in ein duftendes Frühlingsparadies: Der Themen-Premiumweg verläuft mitten durch ein Meer aus Blüten.

    Foto: Traumpfade/Kappe

    Los geht es am Parkplatz bei den Sportanlagen am Dalfter am oberen Ortsrand von Kärlich. Wir gehen den Weg gegen den Uhrzeigersinn an und lassen uns vom markanten Logo (Baum und roter Apfel) zuverlässig leiten. Entlang der Umzäunung des Sportplatzes führt uns ein breiter Waldweg durch den lichten Mischwald. Am Ende des Zaunes halten wir uns an der Weggabelung rechts und laufen zur nahen Schutzhütte an der Hangkante.

    Von der Hütte wandern wir talwärts dem ersten Traumblick auf das Neuwieder Becken entgegen.

    Flankiert von einer gepflegten Kirschbaumplantage, verlieren wir an Höhe, bis wir auf den querenden Rheinhöhenweg (weißes R) stoßen. Wir biegen links auf den befestigten Feldweg ab und genießen zur Blütezeit der Obstbäume das filigrane Blütenmeer.

    Nach kurzem Anstieg haben wir das liebevoll gepflegte Areal der Kettiger Grillhütte erreicht und gönnen uns eine kurze Pause. Dabei genießen wir die großartige Aussicht: Das Rheintal und das Neuwieder Becken liegen uns zu Füßen. Neben der Hütte lädt ein gepflegter Obstlehrgarten zum Rundgang ein. Eine Sinnesbank gibt Gelegenheit, die Idylle in Ruhe zu genießen.

    An Hecken und Hainen entlang

    Begleitet von Hecken und Sträuchern, gelangen wir zum Hochbehälter Kettig, schwenken oberhalb nach rechts und laufen an einem Birkenhain entlang in ein kleines Wäldchen, bis wir den Eichenweg erreichen. Wir biegen kurz vor der eigentlichen Kreuzung rechts auf einen urigen Pfad ab und steigen ins Kettiger Bachtal ab. Nach 3,5 Kilometern treffen wir an der Arenzwiese ein. Hier wachsen traditionelle Apfelbaumsorten - aber auch Weidensträucher für die Korbflechterei, worauf ein riesiger Weidenkorb anschaulich aufmerksam macht. Wir biegen nach links und queren den schmalen, aber munter plätschernden Kettiger Bach. Auf der anderen Seite steigt der Weg leicht über eine Wiese an, bis er auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg trifft. Wir setzen die Tour nach rechts fort und kommen auf dem glatten Untergrund schnell voran. Nun haben wir auch Gelegenheit, besondere Gewächse am Wegesrand näher in Augenschein zu nehmen: dicke, knorrige Stämme mit gertenschlanken Austrieben und dunklen Blättern - wir passieren eine Holunderplantage.

    Im weiteren Wegeverlauf gesellt sich zum Streuobstwiesenweg-Logo noch eine weitere Markierung: Rot auf gelbem Grund ist der Zuweg von Kärlich zum Rheinburgenweg (Rhein-Burgenweg Pocket) markiert, der nur wenige Hundert Meter weiter rechts verläuft. Wir wenden uns nach links und laufen nun bergan, mal durch offene Felder, mal von Hecken begleitet oder an einem Streuobstareal vorbei. Nach fünf Kilometern biegen wir scharf rechts ab und steigen am Feldrand deutlich aufwärts. Unsere Aufmerksamkeit widmet sich der fantastischen Panoramaaussicht, die sich beim Blick zurück Richtung Vulkaneifel bietet.

    Lehrreiche Einblicke

    Der nächste Richtungswechsel nach links führt uns nun wieder zu Obstbaumarealen, die abermals die Felder unterbrechen. Zudem säumen alte Kirsch-, Birnen- und Walnussbäume den Feldweg. Aber diese Baumallee hat noch mehr zu bieten: Am Wegesrand sorgen attraktive Erlebnisstationen für Abwechslung. Eine echte Herausforderung ist das Duftdidaktikum, bei dem unser Geruchssinn gefordert ist. An der Mitmachstation der Holzbestimmung wird spielerisch unser Wissen rund ums Holz erweitert, und am Dendrophon, einer Art Xylofon aus Ästen verschiedener Baumarten, können wir unsere musikalischen Fähigkeiten testen.

    So unterhalten, bewältigen wir die Passage über den Kärlicher Berg sehr kurzweilig und kommen dazu immer auch in den Genuss herrlicher Ausblicke.

    Nach 7,5 Kilometern treffen wir an einer Kreuzung und einer kleinen Kapelle ein. Hier verabschiedet sich der Rheinburgenweg-Zuweg nach rechts, während wir die ersten beiden Wege nach links ignorieren und erst nach einem kleinen Gerätehaus rechts auf einen Waldweg abbiegen. Mit ungetrübter Aussicht auf Mülheim-Kärlich wandern wir durch das Blütenmeer. Noch einmal sind wir hingerissen vom Rheintalpanorama, das sich vor uns ausbreitet und bei gutem Wetter den Blick bis weit in den Westerwald freigibt, bevor wir am Waldrand eine Aussichtsplattform erreichen. Von hier können wir zum krönenden Abschluss der Tour auch die Tongrube in Augenschein nehmen. Nach diesem Einblick in die Erde steigen wir durch den Wald ab und treffen nach 8,8 Kilometern wieder am Sportplatz ein, wo unser Ausflug im duftenden Reich der Blüten und Früchte endet.

    Buchtipp: "Traumpfade - Das große Buch der schönsten Rundwanderwege", 300 Seiten, 18,95 Euro; "Traumpfade Pocket Band 1", 176 Seiten, 11,95 Euro, www.ideemediashop.de

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