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    Doppelpack: Schweighöfer übernimmt in der Komödie „Schlussmacher“ auch die Regiearbeit

    In den Fußstapfen von Til Schweiger: Auch Matthias Schweighöfer genügt das Schauspielern allein nicht mehr. Für die Komödie „Schlussmacher“ setzte er sich nun zum zweiten Mal auf den Regiestuhl.

    Er liebt sie, er liebt sie nicht ... Schweighöfer als Paul Voigt und Catherine de Léan als Natalie Bernier.
    Er liebt sie, er liebt sie nicht ... Schweighöfer als Paul Voigt und Catherine de Léan als Natalie Bernier.
    Foto: DPA

    Er ist der Herzensbrecher mit den Sommersprossen – charmant und immer ein bisschen chaotisch. Die „New York Times“ lobte Matthias Schweighöfer gerade als „Talent, auf das man dringend ein Auge haben muss“. Gute-Laune- Filme wie „Friendship!“, „Keinohrhasen“ und „Rubbeldiekatz“ machten den gebürtigen Anklamer zum Star.

    In den Fußstapfen des Schauspieler- und Regisseurskollegen Til Schweiger drehte Schweighöfer mit „What a Man“ vor zwei Jahren dann seinen ersten eigenen Erfolgsfilm. Verkrampfte Gags Für „Schlussmacher“ setzte sich der 31-Jährige jetzt zum zweiten Mal auf den Regiestuhl. Herausgekommen ist eine Wohlfühl-Komödie mit etwas blassem Titelhelden und verkrampften Gags. Schweighöfer selbst spielt Paul, den Titelhelden der Story. Paul arbeitet für eine Berliner Trennungsagentur und ist professioneller Schlussmacher.

    Matthias Schweighöfer spielt den geschniegelten Karrieristen.
    Matthias Schweighöfer spielt den geschniegelten Karrieristen.
    Foto: DPA

    Im Auftrag trennungswilliger Männer und Frauen überbringt er deren ausgebooteten Partnern die Nachricht vom Beziehungsaus. Paul, der smarte Aufsteiger im dunklen Anzug, erledigt das absolut sachlich. Man könnte auch sagen herzlos. Denn von der Liebe hat er eigentlich keine Ahnung. Seine Freundin Natalie, gespielt von Catherine de Léan, hält er so lange auf Abstand, bis sie das Weite sucht. Dann tritt Thorsten Kuhlmann (Milan Peschel), Toto genannt, in das Leben von Paul. Toto fällt aus allen Wolken, als ihm der Trennungsexperte mitteilt, dass sich seine Freundin Kati (Nadja Uhl) von ihm trennen will. Und Toto ist auch absolut nicht bereit, das so einfach zu akzeptieren. Weil er plötzlich überhaupt nicht mehr weiß, wo er hingehört, weicht der verzweifelte Toto dem Schlussmacher nicht mehr von der Seite – und begleitet ihn auf eine Dienstreise quer durch Deutschland, wo der Schlussmacher eigentlich gebrochene Herzen zurücklassen wollte.

    Doch da hat der Karrierist die Rechnung ohne den vermeintlichen Softie Toto gemacht. Der fängt nämlich an, die zur Trennung bereiten Männer und Frauen zu befragen, ob denn deren Beziehung nicht doch noch zu retten ist – mit unerwarteten Folgen. Bald drohen Pauls Karrierepläne zu zerplatzen, und auch ein Happy End mit Natalie rückt in weite Ferne ... Herzzerreißend komisch Theater- und Filmschauspieler Peschel, der in Andreas Dresens preisgekröntem Drama „Halt auf freier Strecke“ den sterbenden Familienvater spielte, kann im „Schlussmacher“ sein komödiantisches Talent so richtig ausleben. Seine Verzweiflung ist herzzerreißend komisch und sein Spiel zu jeder Zeit überzeugend.

    Matthias Schweighöfer dagegen wirkt neben ihm etwas blass. Sein Karrierist Paul müsste berechnender und fieser sein, um die Zuschauer wirklich zu fesseln und seine langsame Wandlung zum besseren Menschen glaubhaft zu machen. So bleibt Schweighöfers Paul letztlich so, wie sich der Regisseur und Schauspieler möglicherweise am liebsten selbst sieht: ein eigentlich sympathischer Typ mit ein paar Macken. „Schlussmacher“ ist eine kleine Komödie, die keinem wehtut. Ihr Witz funktioniert nicht über komische Dialoge, sondern meist durch Slapstick – und das wirkt oft ziemlich aufgesetzt.

    Schlussmacher (frei ab 6 Jahre; 110 Minuten)

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