40.000
  • Startseite
  • » Kultur
  • » Kino & TV
  • » Kinonews
  • » Technik-Oscar für deutsche Erfinder
  • Technik-Oscar für deutsche Erfinder

    Los Angeles/München/Darmstadt (dpa) - Erneut Oscars für Filmtechnik «made in Germany»: Mitarbeiter einer Münchner und einer hessischen Firma gehören zu den Preisträgern der diesjährigen Oscar-Würdigungen für wissenschaftlich-technische Errungenschaften.

    Wie die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles mitteilte, werden insgesamt fünfzehn Technik-Oscars vergeben. Seit 2005 gehen jedes Jahr Auszeichnungen nach Deutschland, und schon vorher wurden immer wieder deutsche Erfindungen geehrt.

    Einen der begehrten Preise erhalten in diesem Jahr die Ingenieure und Erfinder Michael Cieslinski, Reimar Lenz und Bernd Brauner für die Entwicklung des Arriscan-Filmscanners, der analoges Bildmaterial in digitale Daten verwandelt. «Wir sind natürlich sehr stolz», sagte Arri-Technik-Vorstand Franz Kraus in München.

    Der Scanner sei vor sechs Jahren auf dem Markt eingeführt worden und habe sich seitdem international vielfach bewährt. «Ein Großteil aller Filme wird auf 35-Millimeter-Film gedreht», erklärte Kraus. Um das Material danach digital zu bearbeiten, wandle der Scanner den Filmstreifen in digitale Daten um. Es ist der vierzehnte Technik-Oscar, den die traditionsreiche Firma bekommt. Im vergangenen Jahr war laut Kraus eine Lichttechnik-Erfindung ausgezeichnet worden, zuvor waren es Kameras, Linsen und andere Produkte gewesen.

    Eine weitere Auszeichnung geht an den deutschen Software-Ingenieur Hilmar Koch, der mit US-Kollegen eine besondere Abschattungsmethode entwickelte, die in der 3D Computergrafik verwendet wird.

    Auch sechs Mitarbeiter einer südhessischen Filmtechnikfirma erhalten für ihre Entwicklungen Oscars. Die Geehrten sind Mitarbeiter der DFT Digital Film Technology Holding GmbH in Weiterstadt, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte. Die Preisträger aus Weiterstadt sind Klaus Anderle, Christian Bäker und Frank Billasch sowie Volker Maßmann, Markus Hasenzahl und Andreas Löw. Auch sie haben beigetragen zu einem Scanner-System, mit dem von Kinofilmen eine digitale Kopie erstellt werden kann. Eine andere Technik ermöglicht eine bessere Farbumsetzung bei Kinofilmen speziell für HDTV-Monitore in Echtzeit. Das Unternehmen hat etwa 150 Mitarbeiter.

    Anders als bei den Spielfilm-Oscars müssen preisgekrönte technische Erfindungen nicht im Jahr vor der Verleihung entwickelt worden sein. Vielmehr sollten sie schon eine Zeit lang ihre Nützlichkeit bewiesen haben. Die Auszeichnungen werden am 20. Februar bei einem Gala-Dinner in Beverly Hills verliehen. Die feierliche Oscar-Show geht am 7. März in Hollywood über die Bühne.

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik
    Claus Ambrosius 

    Leiter Kultur

    Claus Ambrosius

     

    Kontakt per Mail

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Redakteurin Kultur

    Anke Mersmann

     

    Kontakt per Mail

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!