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  • Sudan will Dokumentarfilm zu Darfur stoppen

    Nairobi (dpa). Die sudanesische Regierung hat Kenia aufgerufen, die Dreharbeiten für einen dänischen Dokumentarfilm in dem ostafrikanischen Land zu verbieten.

    Die Dokumentarfilmerin Susanne Bier will dem Schicksal von Flüchtlingen aus der westsudanesischen Konfliktregion Darfur in Flüchtlingslagern in Kenia sowie in Dänemark folgen. Wie ein Sprecher der sudanesischen Botschaft in Nairobi am Donnerstag mitteilte, hatte ein Vertreter des Khartumer Außenministeriums kenianische Diplomaten um Intervention gebeten. Der Film sei «rassistisch» und erhebe Vorwürfe über Völkermord in Darfur, hieß es.

    Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat im vergangenen Jahr Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur erlassen. Nach UN-Schätzungen sind in der westsudanesischen Konfliktregion seit 2003 etwa 300 000 Menschen ums Leben gekommen.

    Dänemark hatte Forderungen des Sudans, gegen die Dreharbeiten vorzugehen, bereits entschieden zurückgewiesen. «In Dänemark herrscht Freiheit der Kunst und Redefreiheit», erklärte Außenminister Per Stig Moller laut der Nachrichtenagentur Ritzau am Mittwoch in Kopenhagen. «Wir verteidigen in Dänemark, was legal ist. Andere sollten sich da nicht einmischen.» Ende August soll der Film Premiere feiern.

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