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  • Schwedischer Leninpreis an Regisseur Andersson

    Stockholm (dpa). Der Filmregisseur Roy Andersson (66) wird mit dem zweiten schwedischen Leninpreis für seine «Eigensinnigkeit» ausgezeichnet.

    Der mit 100 000 Kronen (10 000 Euro) dotierte Preis wird seit dem letzten Jahr auf Initiative des Publizisten Jan Myrdal (82) für «Autoren und Künstler in der gesellschaftskritischen und aufrührerischen Tradition des Preisstifters» vergeben. Andersson hatte für seinen Film «Song from the Second Floor» im Jahr 2000 den Preis der Jury in Cannes bekommen.

    Myrdal hatte sich ab Mitte der 60er Jahre als Publizist der Linken vor allem durch positive Reiseberichte aus dem China der Kulturrevolution sowie aus Kambodscha unter der Herrschaft des Diktators Pol Pot einen Namen gemacht. Er hält bis heute an den darin geäußerten Überzeugungen fest und verteidigt auch das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen Demonstranten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989. Myrdal sagte nach der deutschen Vereinigung 1990 ein «Viertes Reich» vorher.

    Aus Protest gegen die Stiftung des Leninpreises 2009 durch den heftig umstrittenen Publizisten stiftete der Sekretär der Schwedischen Akademie, Peter Englund, einen «Pol-Pot-Preis». Die Akademie vergibt jedes Jahr den Literaturnobelpreis.

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