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  • Schauspieler Rod Taylor wird 80

    Sydney (dpa). Eine schiefe Nase, ein australischer Akzent - Rod Taylor war in den 50er Jahren nicht gerade aus dem Holz geschnitzt, aus dem Hollywood Filmstars machte.

    Er schaffte es trotzdem: die verwegene Haartolle, der tiefgründige Blick, das schüchterne Lächeln machten ihn in den 60er Jahren zum Sex-Symbol. Taylor schaffte es in Alfred Hitchcocks Thriller «Die Vögel» sogar, als Anwalt Mitch Brenner, der unter der Fuchtel seiner herrschsüchtigen Mutter stand, das gewisse Etwas auszustrahlen - und dass, ohne die Hüllen fallen zu lassen. Es wurde eine seiner besten Rollen. Am 11. Januar wird Taylor 80 Jahre alt.

    Über seine Ankunft in Hollywood berichtete der einstige Amateurboxer vor Jahren amüsiert so: «Sie erwarteten wohl eine Kreuzung aus Marlon Brando und Rock Hudson. Als ich aber in meinem engen Anzug aus dem Flugzeug stieg, sind den Vertretern des Filmstudios erstmal die Gesichtszüge entgleist. Ich dachte: toll, die mögen mich nicht. Also bleibe ich!»

    Der Mann aus Sydney fand schnell seine Nische, zunächst als Nebendarsteller in romantischen Komödien wie «Mädchen ohne Mitgift» (1956) oder «Immer die verflixten Frauen» (1959). Mit der «Zeitmaschine» von H.G. Wells gelang ihm als zeitreisender Erfinder George 1960 der Durchbruch. Danach kamen Hauptrollen im Filmen mit Doris Day, und immer öfter auch Action- und Westernstreifen.

    Seit Anfang der 90er Jahre ist Taylor kürzergetreten. Mit Rollen in «Outlaws» oder «Starship Osiris» reichte er an die früheren Erfolge nicht mehr heran. In diesem Jahr hat er seinen Ruhestand noch einmal unterbrochen, um in Quentin Tarantinos Weltkriegsdrama «Inglourious Basterds» den britischen Premier Winston Churchill zu spielen.

    Auch, als die Hauptrollen ausblieben, hat Taylor «dem guten alten Hollywood» nie nachgeweint. «Irgendwann ist man halt auf dem absteigenden Ast, und es gibt jede Menge junger, gut aussehender Schauspieler, die deinen Platz einnehmen können», sagte er 1987. «Und die junge Stars machen gute Filme. Ich denke nie: das hätte ich besser gekonnt.»

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