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  • Jüdisches Filmfest in Gefahr

    Berlin (dpa). Das Jewish Film Festival in Berlin kämpft um seine Existenz. Festivalleiterin Nicola Galliner bestätigte auf Anfrage, dass der traditionsreichen Filmschau der öffentliche Zuschuss von 135 000 Euro aus dem Hauptstadtkulturfonds gestrichen wurde.

    Die stattdessen angebotenen 55 000 Euro aus Lottogeldern seien an so «absurde Bedingungen» geknüpft, dass das Festival sie nicht annehmen könne, sagte Galliner. «Wir brauchen eine feste Zusage der Stadt Berlin, ob sie an unserem Festival noch Interesse hat oder nicht.» Die Gelder aus dem Kulturfonds werden nicht dauerhaft vergeben, sondern projektbezogen und zeitlich begrenzt.

    Nach Angaben der Organisatoren ist das Festival bundesweit das einzige jüdische Filmfest. Trotz der Finanzklemme soll es in diesem Jahr wie geplant vom 25. April bis 26. Mai stattfinden, allerdings in abgespeckter Form. «Dieses Festival gehört nach Berlin. Wir lassen uns nicht von hier vertreiben», sagte Galliner. Die 1995 ins Leben gerufene Filmschau zeige mit Produktionen aus aller Welt, was modernes Judentum ist. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Kosten auf insgesamt 200 000 Euro, für dieses Jahr waren ursprünglich etwa zehn Prozent mehr veranschlagt.

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