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    Kommentar: Kostenlos war einmal

    Wer ein in allen Punkten kostenloses Internet haben will, wird einen leeren Raum vorfinden. Filme, Musik, Bücher, Texte, Nachrichten - nichts ist ohne die Menschen denkbar, die dahinter stehen, die schreiben, komponieren, drehen oder aufführen. In 1990-iger Jahren dieses damals noch neuen Mediums mag sich der irrige Gedanke festgesetzt haben, dass man nur die richtigen Schleichpfade kennen muss, um alles kostenlos bekommen zu können. 

    Detlef Drewes
    Detlef Drewes.

    Detlef Drewes kommentiert

    Doch diese Zeiten sind vorbei, sie müssen auch vorbei sein. Nicht um den Nutzer zu bestrafen, sondern um ihm auch weiter einen Zugang zu allen Schöpfungen zu schaffen, die andere geleistet haben. Es ist allerdings richtig, dass es dazu akzeptabler, leicht bedienbarer, transparenter, sicherer  und fairer Bezahlsysteme bedarf.

    Und es ist auch richtig, dass die Vertragsmodelle der Verwertungsgesellschaften auf das Medium noch stärker zugeschnitten werden müssen, damit Einnahmen auch angemessen zugeteilt werden. Dazu gehören Wege, wie Lizenzfragen europaweit geregelt werden können, denn Kleinstaaterei darf es in diesem grenzenlosen Medium nicht geben. In Brüssel hat man sich für den Auftakt eine leicht zu lösende Frage herausgesucht, ein modernes digitales Urheberrecht ist das noch nicht.

     

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