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    Kommentar: In der Union geht man in Deckung

    Die Bundeskanzlerin selbst hat zur Debatte um die Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften andeutungsweise ihren Standpunkt erkennen lassen. Sie sprach von einem Gefühl, wonach es nicht richtig sei, wenn die Volladoption auch für gleichgeschlechtliche Paare freigegeben würde.

    Rena Lehmann
    Rena Lehmann

    Deshalb darf man in der Folge die Lebenspartnerschaft auch nicht Ehe nennen. In der politischen Debatte aber ist ein Gefühl von Unbehagen kein gutes Argument, um die eigene Position zu verteidigen. Dafür, dass die Exklusivität der Ehe für Mann und Frau immer als letzte große Bastion der Union für eine wertkonservative Gesellschaftspolitik herhalten muss, kommen nun bemerkenswert wenige Christdemokraten aus der Deckung, um für die Ehe in die Bresche zu springen. Und die wenigen, die sich hervorwagen, reden um den heißen Brei herum.

    Der Regierungssprecher verteidigt den Status quo mit „Traditionen, kulturellen und religiösen Grundlagen unseres Landes“. CDU-Fraktionschef Volker Kauder verweist auf die Volladoption, die aus seiner Sicht Frau und Mann vorbehalten bleiben soll. Sonst in ethischen Fragen beflissene Unionspolitiker sind zu dem Thema derzeit nicht zu sprechen. Profil zeigt man so nicht.

    E-Mail: rena.lehmann@rhein-zeitung.net

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