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    VenedigWilliam Friedkin: Ehrenlöwe in Venedig

    Kinogänger, die ohnmächtig wurden, in Panik gerieten oder hysterische Anfälle bekamen - William Friedkins «Der Exorzist» sorgte bei seinem Erscheinen 1973 für Schlagzeilen. Angeblich standen Rettungswagen sogar vorsorglich vor den Kinos.

    William Friedkin
    William Friedkin wird geehrt.
    Foto: Andrea Merola - DPA

    Noch heute gilt «Der Exorzist» um eine Teufelsaustreibung bei einem jungen Mädchen bei vielen Kritikern als der «gruseligste Film aller Zeiten» - und US-Regisseur Friedkin als einer, der in seiner Karriere mehrfach Maßstäbe setzte und Filmgeschichte schrieb. Nun gibt es eine hohe Auszeichnung für sein Lebenswerk: Das Internationale Filmfestival Venedig ehrt den 77-jährigen Friedkin mit dem Goldenen Ehren-Löwen.

    Friedkin wurde 1935 in Chicago als Kind einer Arbeiterfamilie geboren und arbeitete sich nach der Schule bei einem Fernsehsender zum Regisseur von TV-Produktionen hoch. Schon sein Hollywood-Debüt «Good Times» über das Pop-Duo Sonny und Cher verschaffte Friedkin jede Menge Aufmerksamkeit.

    Der große Durchbruch folgte dann jedoch 1971 mit dem Drogen-Thriller «French Connection - Brennpunkt Brooklyn», in dem Gene Hackman einen brutalen Rauschgiftfahnder spielte. Mit seiner packenden Inszenierung und vor allem einer spektakulären Verfolgungsjagd avancierte Friedkin zu einem der gefragtesten Regisseure seiner Zeit. Für den Film gab es fünf Oscars, darunter je einen für Friedkin und Hackman.

    Der nächste Höhepunkt kam wenig später mit «Der Exorzist», der zehn Oscar-Nominierungen erhielt und schließlich zwei gewann. Danach flaute Friedkins Karriere zunächst etwas ab. Besonders «Atemlos vor Angst» floppte 1977 an den Kinokassen und spielte nur einen Bruchteil seiner hohen Produktionskosten ein. Die Konkurrenz durch das in den USA nur wenige Wochen früher gestartete «Star Wars» war schlichtweg zu groß.

    Der Thriller «Cruising» (1980) um eine Mordserie im New Yorker Schwulen-Milieu und mit Al Pacino löste Kontroversen aus - die Darstellung Homosexueller wurde unter anderem als wenig differenziert kritisiert. Doch auch im späteren Verlauf seiner Karriere konnte der Regisseur weitere Erfolge verbuchen, beispielsweise mit dem TV-Gerichts-Drama «Die 12 Geschworenen» mit Jack Lemmon und Armin Müller-Stahl, das Ende der 90er zwei Emmys und einen Golden Globe gewann.

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