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    BerlinStieg Larssons «Vergebung» auf DVD

    Seinen Erfolg hat Stieg Larsson, Autor der «Millennium-Trilogie», nicht mehr erlebt. Seine Krimis um einen Journalisten und eine Computer-Hackerin wurden erst nach dem Tod des 50-Jährigen zu Bestsellern und Filmvorlagen.

    «Vergebung»
    Lisbeth Salander (Noomi Rapace) im Kampf mit einem ihr wohlbekannten Gegner.

    Auf der aktuellen Forbes-Liste der toten Topverdiener, die von Michael Jackson angeführt wird, landete der schwedische Schriftsteller sechs Jahre nach seinem Tod mit Einnahmen von 18 Millionen Dollar auf Platz sechs.

    Geradezu kultisch werden seine Bücher und die Verfilmungen verehrt: «Vergebung», sein vor einiger Zeit auf DVD erschienener Trilogie-Abschluss, landete natürlich auf dem ersten Platz der deutschen DVD-Charts. Für passionierte Sammler gibt es zudem die gesamte «Millennium-Trilogie» in der «Millennium-Box» mit reichlich Bonus-Material.

    Lisbeths Salanders sadistischer Vater überlebt den Anschlag auf ihn, sein hünenhafter Handlanger Niederman kann fliehen. Die Heldin der Stieg-Larsson-Krimireihe selbst wird schwer verletzt. Nun ist das Missbrauchsopfer Salander dort, wo ihr jahrelanges Martyrium einst begann: in der Obhut staatlicher Institutionen. Als Jugendliche wurde sie von ihren Peinigern in die Psychiatrie gesperrt, in dem Film «Vergebung» wartet sie im Krankenhaus auf einen Prozess.

    Die Story geht übergangslos von Part 2 zu Part 3 weiter: Der Journalist Mikael Blomkvist will Licht in das Dunkel um den ominösen Ex-KGB-Spion Alexander Zalachenko bringen. Dieser wechselte im Kalten Krieg die Seiten. Er gab den Schweden sein Sowjet-Wissen preis, dafür drückten staatliche Instanzen bei seinen kriminellen Machenschaften ein Auge zu. Der schwedische Geheimdienst deckte ihn dabei.

    Wie weit lässt sich der Staat korrumpieren, wenn er mit Schwerverbrechern als Informationsträger zusammenarbeitet? Larsson überdreht die Politthriller-Schraube. Ein Staat im Staat entsteht, ein Bereich mit absoluter Rechtlosigkeit. Wer dem Geheimdienst in die Quere kommt, wird mundtot gemacht oder umgebracht.

    Regisseur Daniel Alfredson folgt der Buchvorlage linear und so werktreu, wie es die Kürzung von 846 Romanseiten auf 146 Filmminuten zulässt. Die für ihre famose Leinwandleistung gefeierte Hauptdarstellerin Noomi Rapace mimt erneut eine intensive Amazonenkriegerin, die in Gefangenschaft waffenlos ihrem Schicksal harren muss. Auch Michael Nykvist («Zusammen!») bietet eine sehenswerte schauspielerische Leistung.

    Inzwischen ist auch Hollywood auf die «Millennium-Trilogie» angesprungen. «Bond»-Darsteller Daniel Craig hat den Zuschlag für die Hauptrolle erhalten, Regisseur David Fincher soll das erste Buch des schwedischen Krimiautors verfilmen.

    www.vergebung-derfilm.de

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