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  • Liebes-und Kriegsdrama „Frantz“ auf DVD

    „Frantz“ handelt von Deutschland und Frankreich kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Es geht um Hass und Versöhnung. Die junge Haupstdarstellerin Paula Beer bekam in Venedig für ihre Rolle eine Auszeichnung.

    Deutschlandpremiere «Frantz»
    Regisseur Francois Ozon (l-r) und die Schauspieler Paula Beer und Pierre Niney bei der Deutschlandpremiere in Berlin.
    Foto: Gregor Fischer - dpa

    Paris (dpa). Anna (Paula Beer) hat auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs ihren Verlobten Frantz verloren. Täglich besucht sie sein Grab. Eines Tages entdeckt sie dort eine Blume, kurze Zeit später einen Fremden, der in tiefer Trauer vor der letzten Ruhestätte des Toten steht.

    Anna spricht den mysteriösen Mann an, der sich als Franzose entpuppt und erzählt, eng mit ihrem Verlobten befreundet gewesen zu sein. Mit „Frantz“ hat der französische Regisseur François Ozon einen stillen und emotionsreichen Film über Feindschaft und Aussöhnung gedreht. Jetzt liegt das Drama auf DVD vor, mit interessantem Bonusmaterial.

    Ozon erzählt die Geschichte des jungen Soldaten Adrien (Pierre Niney), der in Frankreich im Nahkampf Frantz getötet hat und über seine Tat nicht hinwegkommt. Er wird derart von Seelenqualen heimgesucht, dass er sich entschließt, die Familie des von ihm erschossenen Deutschen um Verzeihung zu bitten. Die Adresse entdeckt er auf einem Brief von Frantz, der an seine Verlobte Anna adressiert war, die bei den Eltern ihres Verlobten wohnt.

    Als Adrien, gespielt von Frankreichs Jungstar Pierre Niney, in der Kleinstadt ankommt, spürt er den Hass der Bewohner auf den Erzfeind. Auch die Familie von Frantz reagiert ablehnend. Erst die Notlüge, er sei der Freund und Kommilitone ihres Sohnes, den er vor dem Krieg während seines Studiums in Paris kennengelernt hatte, verschafft ihm den Zugang zu Anna und der Familie. Sie nehmen den Franzosen fast wie einen Sohn auf.

    Der Großteil des Films ist in Schwarzweiß gedreht, was dem geschichtlichen Rahmen mehr Authentizität verleiht. Rückblenden erzählen die von Adrien erfundene Freundschaft zu Frantz. Die Szenen zwischen den beiden sind von großer Zärtlichkeit, so dass streckenweise die Möglichkeit aufkommt, Adrien sei in Frantz verliebt gewesen. Homosexualität ist im Werk des Regisseurs, der selber schwul ist, ein wichtiges Thema.

    Bei der Besetzung hat Ozon ein glückliches Händchen gezeigt: Neben Frankreichs Jungstar Pierre Niney als Frantz hat er die Deutsche Paula Beer vor die Kamera geholt. Für ihre Leistung als Anna wurde die 21-Jährige auf den Filmfestspielen in Venedig als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet.

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