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    Kunstfälscher Beltracchi lehnt geplante Filmkomödie ab

    Hamburg/Bergisch Gladbach (dpa) - Der Fall Beltracchi, einer der größten Skandale um Kunstfälschungen in Europa, soll verfilmt werden. Die Produzenten Ulrich Lenze (Cinecentrum) und Ulrich Limmer (Collina Film) planen eine Komödie die 2013 in die Kinos und anschließend ins Fernsehen kommen soll.

    Wolfgang Beltracchi
    Wolfgang Beltracchi hat für den wohl größten Kunstfälscher-Skandale in Europa gesorgt.
    Foto: Federico Gambarini - DPA

    Wolfgang Beltracchi reagierte verwundert und ablehnend gegenüber dem Projekt. er «Schtonk»-Autor Limmer schreibe noch an dem Drehbuch, sagte Lenze am Montag in Hamburg. Wie authentisch die Komödie dem Beltracchi-Skandal folgen wird, ließ er offen. Auch sei es noch zu früh, Angaben zum Budget oder zur Besetzung zu machen.

    Beltracchi will mit einer Komödie des Duos Lenze/Limmer nichts zu tun haben. «Sie würde gegen unseren Willen und ohne unsere Zustimmung entstehen», teilte er in Bergisch-Gladbach über seine Frau Helene mit. Das habe man Limmer bei einem Treffen deutlich gemacht, nachdem dieser Interesse an einem Filmprojekt bekundet hatte. «In der Zwischenzeit haben wir auch mit anderen Produzenten gesprochen und stehen kurz vor dem Abschluss mit zwei großen Produktionshäusern, die eine internationale Kino-Koproduktion auf der Basis unserer Geschichte planen und denen wir unsere Mitwirkung zugesagt haben.»

    Im Herbst 2011 war Beltracchi vom Landgericht Köln zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte zusammen mit seiner Frau und einem Komplizen gestanden, jahrelang Fälschungen als Werke von Künstlern wie Max Ernst, Max Pechstein und Heinrich Campendonk in den Markt geschleust zu haben. Dafür kassierte er mindestens 16 Millionen Euro und führte ein Luxusleben.

    Auch ein Dokumentarfilm über den Fall Beltracchi ist geplant. Das Projekt von Arne Birkenstock, dem Sohn des Verteidigers von Wolfgang Beltracchi, wird von der Film- und Medienstiftung NRW und vom Bund gefördert.

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