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    BerlinGérard Depardieu ist der Genießer unter den Stars

    Den naiven, dicken Obelix liebt er. Bereits zum vierten Mal spielt Gérard Depardieu (63) den bezopften Gallier mit den Zauberkräften.

    Gérard Depardieu
    Gérard Depardieu stellt seinen neuen Film «Asterix und Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät» in Berlin vor.
    Foto: Jörg Carstensen - DPA

    «Wenn ich in seiner Rolle lebe, dann erhole ich mich von den Menschen und ihren Gedanken», sagt der französische Schauspieler bei der Vorstellung von «Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät» in Berlin. Der Film kommt jetzt in die Kinos.

    Obelix habe die wunderbare Fähigkeit, über die Schönheit des Lebens und der Natur staunen zu können. Mit dem großen Obelix-Bauch zu spielen, sei gar nicht so schwierig, meint Depardieu. «Es ist viel schwieriger, meine Beleibtheit im normalen Leben auszuhalten. Ich mag keine Diäten», bekennt der schwergewichtige Franzose.

    Also genießt Depardieu lieber weiter und strahlt so Lebensfreude pur aus. Bei der Pressekonferenz in Berlin leistet er seiner von ihm sehr verehrten Filmpartnerin Catherine Deneuve Gesellschaft beim Rauchen - und am meisten freut er sich über die Frage, wie seine Weinernte ausgefallen sei. «Wir versuchen, einen ehrlichen Wein zu machen, der den Trinkenden respektiert», sagt Depardieu, der eigene Weinberge und mehrere Restaurants in Paris besitzt.

    Zuletzt sorgte Depardieu allerdings mit ziemlich ungebührlichem Verhalten für weltweite Schlagzeilen. Vor dem Start eines Flugzeugs von Paris nach Dublin wollte er im vergangenen Jahr unbedingt noch einmal auf die Toilette, was eine strenge Stewardess aber nicht zuließ. Da griff der Filmstar zu einer Flasche. «Ich sagte, Madame, ich muss pinkeln. Ich bin nicht krank, ich bin kein Terrorist. Ich muss einfach nur pinkeln.» Dummerweise ging einiges daneben («Das Fläschchen war für mich einfach zu klein»). Alkohol sei nicht der Grund für seine Not gewesen, sagte der Schauspieler später und nahm seinen peinlichen «Pinkelvorfall» mit Humor.

    Fast 200 Filme hat der am 27. Dezember 1948 geborenen Depardieu inzwischen gedreht - dazu gehören Filmklassiker wie «Die Ausgebufften», «Die letzte Metro» oder «Cyrano de Bergerac». Schnell machte der Franzose mit dem Charakterkopf auch international Karriere. Gekonnt unterläuft Depardieu bis heute gängige Vorstellungen und Sehgewohnheiten.

    Vermeintlich starke, abgebrühte Typen, die in seinen Filmen ihre weiche Seite zeigen, sind Depardieus Spezialität. Immer wieder steht er zusammen mit der weiblichen Ikone des französischen Kinos, Catherine Deneuve, vor der Kamera. Zuletzt unter anderem in der Komödie «Das Schmuckstück». In «Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät» tritt Deneuve als Königin von Britannien auf.

    Fast ein Dutzend neue Filmprojekte hat Depardieu in Planung. Auch in Deutschland wird der Franzose demnächst drehen. Im Studio Babelsberg steht er zusammen mit Léa Seydoux und Vincent Cassel für eine Neuauflage des Märchens «Die Schöne und das Biest» als Vater der Schönen vor der Kamera. Außerdem will Depardieu seinen Landsmann, den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn spielen. «Ja, ich werde es machen und zwar, weil ich ihn nicht mag», sagte Depardieu zu dem geplanten Film über die Sex-Affäre von Strauss-Kahn in New York.

    Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät

    Kinonews
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