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    Los Angeles«Horns»: Gruselrolle für gehörnten Daniel Radcliffe

    Daniel Radcliffes bebrillter «Harry Potter»-Zauberschüler ist in «Horns» nicht wiederzuerkennen. Leider ist der 26-jährige Engländer der einzige Lichtblick in dem Fantasy-Thriller, der Übernatürliches mit schwarzem Humor, ekligen Schlangen und freizügigen Liebesszenen vermischt.

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    Daniel Radcliffe im Grusel-Thriller «Horns».
    Foto: Universal Pictures/dpa

    In dem schrägen Grusel-Streifen des Schocker-Spezialisten Alexandre Aja («The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen», «Piranha 3D») zeigt sich Radcliffe blutig zerschunden, mit bleicher Haut und Stoppelbart, gekrönt von teuflischen Hörnern, die plötzlich aus seiner Stirn wachsen.

    Die Verwandlung vom jungen Liebhaber, der unter Verdacht gerät, seine Freundin vergewaltigt und ermordet zu haben, und dann den wahren Killer sucht, gelingt Radcliffe perfekt. Bereits mit dem Geisterdrama «Die Frau in Schwarz» hatte der «Harry Potter»-Star sein Gruseltalent und seine Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

    Nachdem die übel zugerichtete Leiche der jungen Merrin (Juno Temple) im Wald gefunden wird, fällt der Verdacht auf ihren Freund Ig Perrish (Radcliffe). Er wird in dem kleinen Holzfällerstädtchen verteufelt, und prompt wacht er nach einer durchzechten Nacht mit Hörnern am Kopf auf. Mit seinen neuen, übernatürlichen Kräften kann Ig seinen Mitmenschen die sündigen Gedanken entlocken.

    Das führt zu schrägen Szenen, wenn sein Arzt plötzlich Sexfantasien enthüllt und eine Kellnerin (Heather Graham) schamlos damit angibt, die Polizei zu belügen. Auch Igs bester Freund Lee (Max Minghella) packt Schockierendes aus.

    «Horns» hätte eine originelle Horror-Komödie sein können, doch der Spaß vergeht schnell. Der Film nach der Romanvorlage «Teufelszeug» von US-Autor Joe Hill ist mit biblischer Symbolik überladen und zieht sich über zwei Stunden dann doch etwas länglich hin. 

    Horns

    /starline/kino/filmbesprechung/
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