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    Drei Tote, drei Schwerverletzte: Geisterfahrerin rast auf der A1 in Auto von Familie aus Bad Ems

    Rivenich/Bernkastel-Wittlich - Eine Geisterfahrerin hat am Montag auf der A1 bei Rivenich einen Unfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten verursacht. Laut Polizei war sie von einem Rastplatz in falscher Richtung aufgefahren - und frontal mit dem Wagen einer fünfköpfigen Familie aus Bad Ems zusammengeprallt.

    Rivenich - Eine Geisterfahrerin hat am Montagnachmittag auf der A1 bei Rivenich (Landkreis Bernkastel-Wittlich) einen Unfall mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten verursacht. Nach Erkenntnissen der Polizei war sie von einem Rastplatz in falscher Richtung aufgefahren - und frontal mit dem Wagen einer fünfköpfigen Familie aus Bad Ems zusammengeprallt.

    Aufräumen nach dem schrecklichen Unfall. Die A1 in Richtung Koblenz war bis zum späten Montagabend gesperrt.
    Aufräumen nach dem schrecklichen Unfall. Die A1 in Richtung Koblenz war bis zum späten Montagabend gesperrt.
    Foto: Klaus Kimmling

    Zwei Kinder und ihr Vater sind bei einem Zusammenstoß mit einer Geisterfahrerin auf der A1 bei Rivenich (Landkreis Bernkastel-Wittlich) ums Leben gekommen. Zwei weitere Kinder seien schwerst verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Montagabend. Die 60 Jahre alte Unfallverursacherin aus dem Vulkaneifelkreis erlitt ebenfalls schwerste Verletzungen.

    Nach den Erkenntnissen der Polizei war die Frau mit ihrem VW Golf von einem Rastplatz  zwischen Trier und Wittlich in falscher Richtung auf die Autobahn aufgefahren. Statt wie vorgeschrieben wieder auf die Autobahn in Richtung Wittlich zu fahren, lenkte sie den Wagen nach einem kurzen Stopp in Richtung Trier zurück – auf der falschen Richtungsfahrbahn.

    Nach etwa einem Kilometer stieß sie frontal mit dem Pkw aus dem Rhein-Lahn-Kreis zusammen. Darin: ein junger Mann und vier Kinder aus Bad Ems.

    Noch am Unfallort starben der Mann und ein Mädchen. Ein Junge erlag nach Angaben der Polizei kurze Zeit später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Kinder seien im Alter zwischen sechs und zehn Jahren gewesen, teilte die Polizei mit. Auch die übrigen Insassen der beiden Autos wurden schwerst verletzt. Sie mussten aus den völlig zertrümmerten Fahrzeugen herausgeschnitten werden. Drei Rettungshubschrauber und mehr als 50 Einsatzkräfte waren im Einsatz, um die Verletzten abzutransportieren. Auch deren Zustand ist laut Polizei am Montagabend „äußerst kritisch“.

    Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Koblenz voll gesperrt. Die Folge waren ein kilometerlanger Stau auf der Autobahn und überlastete Ausweichstrecken mit stockendem Verkehr. Zeitweise kam der Verkehr bis hinter das Moseltaldreieck zum Erliegen.

    Roland Grün und Harald Jansen

    Dieser Artikel wurde aktualisiert.

     

     

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