|
#1
|
|||
|
|||
|
Kairo/Istanbul (dpa) - Den einst so mächtigen ägyptischen Militärrat hatten die Islamisten im August ohne Mühe kaltgestellt. Doch der Versuch von Präsident Mohammed Mursi, die Richter zu entmachten, ging nach hinten los.
Zum Artikel: Ägyptens Muslimbrüder rudern nach Protesten ein Stück zurück |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Es ist eine einzige Tragödie. Das ägyptische Volk hat sich mit einem mutigen, standhaften und opferreichen Bewegung von einem verknöcherten Diktator befreit, um jetzt von einer verknöcherten Gruppe religiöser Fundamentalisten wieder geknechtet zu werden. Gerade jetzt, wo ein starkes Ägypten mit guten Beziehhungen zu allen am Nahostkonflikt Beteiligte eine entscheidende Rolle im Bemühen um Waffenstillstand und politische Lösungen spielen könnte, stürzt ein neuer Präsident, der offenbar nicht mehr ist als eine Marionette der islamistischen Bewegung, das Land in neue Unruhen und vielleicht sogar in das Chaos eines Bürgerkriegs. Ägypten war bis vor gar nicht so langer Zeit ein weltoffenes Land mit relativ liberaler Ordnung, mit toleranten, freundlichen Menschen. Jetzt fällt es zurück in erzkonservative Strukturen. Wie lange die USA dafür noch Unterstützungsleistungen zahlen, ist fraglich. Ebenso, was passiert, wenn diese Zahlungen ausbleiben. Die Musilbrüder dürften dafür kaum einen Plan haben.
|
|
#3
|
|||
|
|||
|
Na ja, zumindest die Diktatoren davor haben die zumindest über Jahrzehnte finanziert. Da wurde auch nicht nach Demokratie oder ähnliches gefragt.
|
|
#4
|
|||
|
|||
|
Mal sehen, ob nicht China oder Iran einspringt. Aber USA hat keine Probleme mit Diktaturen . Vor allem wenn das "Ihre Schweinehunde" sind.
__________________
Wenn alles so einfach wäre .
|
|
#5
|
|||
|
|||
|
Vollkommen richtig.
|
|
#6
|
|||
|
|||
|
Die ganze 'arabische Revolution' könnte auch 'nach hinten' losgehen. Also keine Liberalisierung, wie dies in Europa nach der Aufklärung der Fall war, sondern der (Rück-?)Fall in erzkonservative islamistische Strukturen a la Iran. Und dann käme der Westen (inklusive Israel) politisch eher 'vom Regen in die Traufe'.
|
|
#7
|
|||
|
|||
|
Deutschland und andere Länder haben die Diktatoren genauso unterstützt und hofiert, natürlich auch den ollen Honnecker damals. Als die DDR zusammenkrachte, haben sie ihn verklagt. Was sonst? Die Meute macht immer mit, wenn es was zu holen gibt -und auch wenn man die "Schuldigen" dann hängt, ermorden lässt, einsperrt etc. (Mitschuldige- in der Politik gehen dann straffrei aus)
|
|
#8
|
|||
|
|||
|
Zitat:
|
|
#9
|
|||
|
|||
|
Präsident Mursi wolle einen autoritären Staat, sagt die Soziologin Mariz Tadros. Wenn er nun Gesprächsbereitschaft zeige, dann nur, um Zeit zu gewinnen.
Zitat:
![]() „Allahu akbar " Ein Bild kann mehr sagen als 1000 Worte |
|
#10
|
|||
|
|||
|
stehen bei uns immer noch nicht auf dem Boden der Demokratie sondern versuchen die Wende rückwärts.
Zu glauben in Ägypten geben nach der Abwahl des alten Regimes jetzt eine demokratische Grundhaltung aller Bürger ist zu kurz gegriffen, auch dort wie hier gibt es Links/Rechts Radikale die ihre Positionen durchsetzen wollen. Zeit gewinnen, 20 Jahre später hat bei uns in D noch nicht viel gebracht, siehe Wahlergebnisse. Auch die Demokratisierung in Ägypten braucht Zeit und die Muslimbrüder werden nicht über Nacht geläutert. Bildung und Ausbildung sind vordringlich voranzutreiben, hierbei ist unsere (westliche) Erfahrung vor Ort einzubringen. Aber auch das erfordert Geduld und Gesprächsbereitschaft beider Seiten. |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:21 Uhr.











Linear-Darstellung

