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    WinningenMoseltalbrücke verbindet Natur und Ingenieurskunst

    Egal, aus welcher Richtung man es betrachtet: Die Moseltalbrücke bei Winningen ist ein beeindruckendes Bauwerk.

    Der Rastplatz an der Moseltalbrücke ist eine Pause wert.
    Der Rastplatz an der Moseltalbrücke ist eine Pause wert.
    Foto: Hilko Röttgers

    Hilko Röttgers

    Wer aus dem Moseltal zur Brücke hinaufschaut, der bemerkt vielleicht zuerst die mächtigen Pfeiler, auf denen die Brücke in einer Höhe von gut 130 Metern die Mosel überspannt. Und wer mit dem Auto über die 935 Meter lange Brücke fährt, ja, der könnte einen tollen Ausblick auf Dieblich und Winningen genießen, wenn er nicht gerade mit Tempo 100 auf einer Autobahn unterwegs wäre. Besser ist es da, auf dem Rastplatz Moseltal, den es in beiden Fahrtrichtungen gibt, eine Pause einzulegen.

    Die beiden Rastplätze sind über einen Pfad, der unter der Brücke entlangführt, miteinander verbunden. Wer dort einen Moment innehält, kann die Verbindung von wunderschöner Landschaft und höchster Ingenieurskunst auf sich wirken lassen: Der Blick schweift über die malerischen Weinberge, die auf einer Seite steil zur Mosel fallen, während über den Köpfen der Verkehr braust – in Spitzenzeiten bis zu 75 000 Fahrzeuge pro Tag.

    Knapp vier Jahre haben die Arbeiten gedauert, bis die Moseltalbrücke im Dezember 1972 für den Verkehr freigegeben wurde. Rund 40 Millionen D-Mark hat der Brückenbau seinerzeit gekostet. Als Vater der Moseltalbrücke gilt der Stuttgarter Baupionier Fritz Leonhardt (1909–1999), der auch für den Stuttgarter Fernsehturm sowie für mehrere Hundert Brücken weltweit verantwortlich zeichnet. Sein Anliegen war es stets, dass seine architektonischen Werke ästhetisch aussehen. Bei der Moseltalbrück gilt das für das Bauwerk und seine Umgebung gleichermaßen.

     

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