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    Neuwied-IrlichKleine Abenteuer an der Wiedmündung

    Die Stelle, an der die Mosel in den Rhein mündet, ist als Deutsches Eck weltbekannt. Einige Kilometer flussabwärts tritt die Wied bei Irlich weit weniger mondän in den Strom.

    Steigen die Fluten des Rheins, gelangt man nicht an die Spitze der Rhein-Wied-Mündung.
    Steigen die Fluten des Rheins, gelangt man nicht an die Spitze der Rhein-Wied-Mündung.
    Foto: Eva Catalina Blum

    Frank Blum

    Doch dafür bietet die Rhein-Wied-Spitze bei normalem Wasserstand Gelegenheit, mit Kindern kleine Abenteuer zu erleben. Alles, was der Wanderer tun muss, um an das Gelände zu gelangen, ist weitergehen. Denn dort, wo der gepflasterte Weg durch den Neuwieder Schlosspark endet, ist noch lange nicht Schluss.

    Ein wenig Vorsicht ist zwar beim Abstieg über die ausgetretenen Steinstufen geboten, um auf die mit Buschwerk bestandene Fläche zu gelangen. Doch dort umweht ein Hauch Freiheit die Nase der Möchtegernseebären. Linker Hand eilen die Fluten des Rheins vorbei, von rechts trägt die Wied träge ihr Wasser in den Strom.

    Und was man dort an der Spitze nicht alles finden kann: So schmückt ein rund zwei Meter langer Mast unseren Garten, den einst ein kleines Segelboot verlor, auch ein mächtiges Ruder, das kräftigen Kerlen aus der Hand rutschte, fand sich zwischen Kieseln, Muscheln und Gestrüpp. Trophäen, die wir von unseren Spaziergängen stolz mit nach Hause brachten.

    An der Spitze soll in Zukunft statt der schmucklosen Eisenstange eine Riesenboje die Wiedmündung markieren. Das jedenfalls verkünden die Informationstafeln im Schlosspark. Doch bis das passiert, wird wohl noch eine Menge Wasser den Rhein (und die Wied) hinabgeflossen sein. 

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