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    KoblenzDie Buga macht 13 Millionen Euro Gewinn

    Auf den bunten Sommer folgen nicht minder erfreuliche schwarze Zahlen: Die Buga in Koblenz schließt mit einem Gewinn von rund 13 Millionen Euro. Das haben Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig als Vorsitzender des Buga-Aufsichtsrats und Buga-Chef Hanspeter Faas gestern nach der Sitzung des Aufsichtsrats verkündet.

    Koblenz - Auf den bunten Sommer folgen nicht minder erfreuliche schwarze Zahlen: Die Buga in Koblenz schließt mit einem Gewinn von rund 13 Millionen Euro. Das haben Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig als Vorsitzender des Buga-Aufsichtsrats und Buga-Chef Hanspeter Faas gestern nach der Sitzung des Aufsichtsrats verkündet.

    Das satte Plus ergibt sich dabei in erster Linie durch die Explosion bei den Besucherzahlen. Mit zwei Millionen hatte man kalkuliert, 3,558 Millionen sind es am Ende geworden.

    "Das ist ein fantastisches Ergebnis, an das niemand geglaubt hätte", so der Koblenzer OB, der jedoch gleich etwaigen Begehrlichkeiten einen Dämpfer erteilte: "Es gibt jetzt keinen Sack mit 13 Millionen Euro zu verteilen." Fest steht bislang nur: Rund 4 Millionen Euro aus dem Buga-Überschuss sollen die Mehrkosten abdecken, die beim Bau des Schienenhaltepunkts Mitte entstehen.

    Land wird einen Teil einfordern

    Bei rund 13,5 Millionen Euro lag die Kostenschätzung, auf deren Grundlage sich das Land an diesem Projekt beteiligt. Mittlerweile ist die Kostenkalkulation jedoch auf 17,4 Millionen Euro angewachsen. Und: Auch das Land wird sicherlich ein Stück vom Überschuss-Kuchen abhaben wollen, wie Hofmann-Göttig erklärte. Wie groß dieses Stück sein wird, wird jedoch erst feststehen, wenn die Buga-GmbH abwickelt wird.

    "Es gibt noch ein paar kleine Unsicherheitsfaktoren", sagte Faas der RZ zudem mit Blick auf die Gewinn-Summe. So fehlen etwa noch einige Schlussrechnungen. Aber am Ende wird nach Einschätzung des Buga-Chefs die Zahl von 13 Millionen Euro stehen.

    Der tatsächliche Überschuss liegt nach den derzeit vorliegenden Zahlen sogar bei rund 15 Millionen Euro. Zu berücksichtigen ist aber, dass durch die vielen Besucher auch die Kosten gestiegen sind: 2,1 Millionen Euro musste die Buga mehr ausgeben - für Personal, Busshuttle, Wasser und vieles mehr. Die endgültigen Zahlen sollen im Januar oder Februar vorliegen. 13 Millionen Euro: Diese Zahl ist aus Faas' Sicht fast noch eindrucksvoller als die Besucherzahl. Bei der Buga in München, deren Chef ebenfalls Faas war, stand am Ende ein Minus von etwa 145 000 Euro - was schon als Erfolg anzusehen war. In Gera/Ronneburg fiel das Minus deutlicher aus, dramatisch war es etwa in Rostock. Faas: "Was den wirtschaftlichen Erfolg angeht, liegen wir bei den Gartenschauen ganz vorne. Damit habe ich so nicht gerechnet." Dass die Zahl der verkauften Dauerkarten bei stolzen 77 000 lag (erwartet hatte man 36 000), hätte das Ergebnis durchaus verhageln können. Diese stehen immerhin für 975 000 Besuche - 12,7 Besuche pro Dauerkarte. Und da wären für die Bilanz Einzeltickets natürlich lukrativer. Parallel zur Zahl der Dauerkarten ist aber auch die Anzahl der verkauften Tagestickets in die Höhe geschnellt: Es kamen viel mehr als ursprünglich kalkuliert - gut 940 000 mehr. Und das brachte der Buga richtig Geld in die Kasse.

    Im Mai 2012 gibt es ein großes Fest

    Und wie geht es mit den Ausstellungsflächen nun weiter? Auch dazu hat der Aufsichtsrat gestern erste Entscheidungen getroffen. Im Mai 2012 wird es ein zwölftägiges Fest geben, mit kulturellen Veranstaltungen auf allen drei ehemaligen Buga-Arealen. Gedacht ist zudem daran, noch einmal eine Lichtströme-Veranstaltung zu inszenieren. Und: Koblenz wird auch noch einmal aufblühen. Finanziert wird das Ganze nicht vom Überschuss, wie der Koblenzer OB gestern betonte. Vielmehr hat die Buga-GmbH erfreulich sparsam gewirtschaftet und das ihr zur Verfügung stehende Budget nicht ganz aufgezehrt. "Wir haben 1,7 Millionen Euro Luft", so Hofmann-Göttig. Mit diesem Geld sollen die Aktivitäten 2012 finanziert werden.

    Von Ingo Schneider und Annette Hoppen

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