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    Koblenz„Oliver!“ im Stadttheater Koblenz: Seite an Seite mit Profis auf der Bühne

    Ein großes Abenteuer dürfen derzeit zehn Mitglieder des Koblenzer Jugendtheaters erleben, denn sie sind Teil einer aktuellen Musicalproduktion des Stadttheaters Koblenz. Seite an Seite mit Profischauspielern bringen sie unter der Leitung von Markus Dietze „Oliver!“ auf die Bühne - ein Stück mit spannendem Inhalt und langer Theatergeschichte.

    Proben für den großen Moment, die Premiere des Musicals „Oliver!“ am 20. Dezember im Theater Koblenz: Zehn Mitglieder des Jugendtheaters, darunter Tim Sauerwein (vorn), sind an der Produktion beteiligt und proben mit Profischauspielern wie Christof Maria Kaiser (stehend).
    Proben für den großen Moment, die Premiere des Musicals „Oliver!“ am 20. Dezember im Theater Koblenz: Zehn Mitglieder des Jugendtheaters, darunter Tim Sauerwein (vorn), sind an der Produktion beteiligt und proben mit Profischauspielern wie Christof Maria Kaiser (stehend).
    Foto: Theater Koblenz

    Von unserer Mitarbeiterin Marta Fröhlich

    Lionel Barts Musiktheaterstück aus dem Jahr 1960 nach Charles Dickens’ weltberühmtem Roman erzählt die Geschichte des armen Waisenjungen Oliver Twist - abwechselnd gespielt von den Jugendtheatermitgliedern Mariss Delamboye und Tim Sauerwein. Es herrschen katastrophale Zustände in den Straßen des Englands der 1850er-Jahre. Oliver wird, als er nach mehr Essen fragt, aus seinem Waisenhaus an einen Leichenbestatter verkauft, wo ihn auch kein besseres Leben erwartet.

    Es geht um Armut, Kinderarbeit und organisiertes Verbrechen

    So flüchtet er kurzerhand nach London, wo er an den Meisterdieb Fagin (Christof Maria Kaiser) samt seiner frechen Straßenjungenbande gerät. Selbst zum kleinen Räuber ausgebildet, wird Oliver eines Tages fälschlicherweise eines Diebstahls bezichtigt und gerät so in große Gefahr. In der Erzählung um Armut, Kinderarbeit und organisiertes Verbrechen zur Zeit der Industrialisierung ist Artful Dodger, gespielt von Max Aschenbrenner, von der ersten Stunde an als Fagins Schüler an dessen Seite. „Dodger gibt gern den Ton an. Er ist rau und grob. So bin ich selbst überhaupt nicht. Aber ich kann in dieser Rolle mal so richtig die Sau rauslassen“, erzählt der 15-jährige Max von der Herausforderung, ausgerechnet den Part des Dodger übernommen zu haben.

    Dabei ist Max keineswegs ein Bühnenneuling, spielt er doch schon seit Jahren Schultheater, ist seit 2010 fester Bestandteil des Ensembles des Jugendtheaters und trat immer wieder in Produktionen wie „Der Lebkuchenmann“ oder „High Noon Jr.“ auf die Bühne der Kufa. Doch diesmal ist alles anders.

    Denn Mitte des Jahres lud das Theater Koblenz zu einem Casting für „Oliver!“ ein, und Max war direkt Feuer und Flamme: „Das ist schon was Besonderes, mit den Großen zu spielen. Ich musste da sofort mitmachen.“ Und prompt kam die Zusage.

    Nach wochenlanger Vorbereitung und Textstudien war die erste gemeinsame musikalische Probe mit den Profis sehr aufregend für die Nachwuchsschauspieler. „Ich war doch ganz schön beeindruckt. Als ich das erste Mal Christof singen hörte, was der für eine tolle, kräftige Stimme hat, das war echt der Wahnsinn“, schildert der Schüler die erste Begegnung mit seinem Bühnenpartner.

    Regisseur und Choreografin kümmern sich um den Nachwuchs

    Doch die Aufregung wich schnell großem Spaß an der gemeinsamen Arbeit, was auch Markus Dietze zu verdanken ist. Dietze, Intendant des Schauspielhauses und bei „Oliver!“ für die Inszenierung zuständig, hat einen sichtlich guten Draht zu seinen jungen Schützlingen. Obwohl die bis zu fünf Proben pro Woche arbeitsintensiv und anstrengend sein können, hält Dietze die Jugendlichen mit Witz und Humor bei Laune, feilt und tüftelt bis ins kleinste Detail an Szenen.

    Unterstützt wird er dabei von Choreografin Michelle Eckstein, die auch mit den Kleinsten die anspruchsvollen Schrittfolgen der Tanzszenen geduldig einübt. „Die sind alle total nett. Wir durften alle von Anfang an duzen. Es ist wirklich toll, auf so einer großen Bühne unter professioneller Anleitung zu spielen“, freut sich Max schon auf die nur fünf Aufführungen im Stadttheater, wo dann einiges los sein dürfte. Denn neben dem Opernchor wird die Rheinische Philharmonie die musikalische Begleitung übernehmen. Die Zuschauer erwartet also in vielerlei Hinsicht eine große Inszenierung.

    • Die Premiere am 20. Dezember ist bereits fast ausverkauft, weitere Termine sind 21., 26., 30. Dezember und 4. Januar.
    • Karten und weitere Informationen unter Telefon 0261/129 28 40 und im Internet unter www.theater-koblenz.de

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