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    Tunis/ParisTunesier spotten über Mubarak

    Revolutionserfahrene junge Tunesier machen sich im Internetnetzwerk Facebook über Ägyptens Präsident Husni Mubarak lustig.

    Protest in Kairo
    Ein Demonstrant hält ein selbst gefertigtes Plakat mit der Aufschrift "People hate you".

    In zahlreichen Beiträgen wurde am Mittwoch genüsslich angemerkt, dass Tunesiens Ex-Staatschef Zine el Abidine Ben Ali kurz vor seinem Sturz genau die gleichen Ankündigungen gemacht hatte wie Mubarak. Auch Ben Ali habe dem Volk versprochen, sich nicht wieder zur Wahl zu stellen. Wenig später sei er dann aus dem Land geflohen.

    «Mubarak, Ben Ali erwartet Dich in Saudi-Arabien», kommentierte ein Internetnutzer unter Anspielung auf den Aufenthaltsort des tunesischen Ex-Diktators. Die Fotomontage eines Facebook-Nutzers zeigte Mubarak, Ben Ali sowie den Algerier Abdelaziz Bouteflika und Libyens Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi als obdachlose Penner.

    In Tunesien kommt unterdessen die Aufarbeitung der Vergehen des Ben-Ali-Regimes voran. Der neue Innenminister Farhat Rajhi gab am Dienstagabend die Festnahme seines Amtsvorgängers Rafik Belhaj Kacem bekannt. Dieser soll Sicherheitskräften während der Proteste gegen das autoritäre System befohlen haben, im Land Angst und Schrecken zu verbreiten.

    Berichte über einen Synagogenbrand in El Hamma bei Gabès vom Vortag erwiesen sich dagegen als falsch. Der Leiter der jüdischen Gemeinde auf der Insel Djerba, Trabelsi Perez, korrigierte am Mittwoch im Gespräch mit der dpa seine Angaben vom Vortag. Er sei falsch informiert worden, sagte er.

    /infoline/thema/mittwoch/
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